Die BBV-Aktiven beim Aufsprühen der Appelle
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Mit der Sprühdose sorgte BBV-Kreisobmann Georg Radlmaier für die Piktogramme auf dem Teer. Mit dabei waren (hinten v. l.): stellvertretende Kreisbäuerin Eva Steinberg, BBV-Bezirkspräsident und stellvertretender Kreisobmann Ralf Huber, Michael und Josef Pellmeyer sowie Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer.

Plakativer Einsatz für das Miteinander

BBV-Aktion in Freising: Erholungssuchende sollen Rücksicht auf Landwirte nehmen

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Wenn Erholungssuchende und Landwirte aufeinandertreffen, sollte Rücksicht gelten. Das unterstreicht eine Aktion des BBV, die auch in Freising gestartet wurde.

Freising – Rücksicht soll man aufeinander nehmen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber nicht. Auch nicht, wenn Erholungssuchende und Landwirte aufeinandertreffen. Die Aktion „Rücksicht macht Wege breit“ des Bayerischen Bauernverbands (BBV) soll das ändern. Exemplarisch sprühten Bauernvertreter in Freising die Sprüche „Rücksicht macht Wege breit“ und „Danke! Ihre Landwirte“ auf eine Privatstraße.

Das Miteinander

Es geht um ein funktionierendes Miteinander in Feld und Flur. Es geht darum, dass Spaziergänger, Jogger, aber auch Radfahrer Verständnis für die Landwirte mit ihren Maschinen haben sollen, die gerade in der Erntezeit draußen in der Landschaft, auf Feldwegen und Straßen unterwegs sind. Und es geht um die Gesundheit der Erholungssuchenden, die beim Aufeinandertreffen mit landwirtschaftlichen Maschinen stets den Kürzeren ziehen würden, wie BBV-Kreisobmann Georg Radlmaier und BBV-Bezirkspräsident Ralf Huber aus Allershausen unisono betonen.

Mit Sprühkreide werben die Landwirte für ein funktionierendes Miteinander in Wald und Flur. Die Piktogramme sollen das verdeutlichen.

Die Beispiele

Verständnis füreinander haben, eben Rücksichtnahme müsse die Devise sein, betont Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer. Auch dann, wenn die Landwirte an einem Sonntag auf ihren Feldern zu Gange sind. Denn die Zeitfenster zur Ernte, in denen das Wetter passt, seien sehr eng, betont Radlmaier. Aber nicht nur in Sachen Verkehr sollten die Bürger Rücksicht nehmen. Nicht selten seien frei laufende Hunde anzutreffen, die nicht nur Vögel und andere Tiere aufschrecken, sondern manchmal auch ihr „Geschäft“ auf Äckern und Wiesen verrichten. Auch hier, so die Bitte der Landwirte: Rücksicht nehmen. Das Häufchen des „besten Freundes“ gehört in den Müll ebenso wie die Reste, die manch einer nach seinem Picknick in der Natur hinterlässt. Unrat kann die Tiere krank machen oder sie verletzen. Und ein letzter Appell: Bei seinen Freizeitaktivitäten sollte man auf den ausgewiesenen Wegen bleiben.

Die Aktion

All das hat man nun also mittels der beiden Sprüche und Piktogramme auf die Straße von Josef und Michael Pellmeyer bei Eggertshofen gesprüht, um auf die Problematik hinzuweisen. Die BBV-Vertreter würden sich wünschen, dass die Bürgermeister es erlauben würden, diese mit Kreidespray aufgesprühten Appelle und Piktogramme auch auf öffentlichen Straße anbringen zu dürfen. Bisher habe man da auf Granit gebissen, so Mayerhofer.

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