Planungsausschuss diskutiert über Turbokreisel

„Orgie des Flächenverbrauchs“

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Zwei Tiefbauvorhaben des Landkreises Freising waren Thema bei der Sitzung des Planungsausschusses der Stadt Freising. In beiden Fällen darf man als Stadt mitreden und Wünsche äußern, die Entscheidung fällt aber auf Landkreisebene.

Ulrich Vogl ist „kein Freund“ desTurbokreisels.

Freising – Zum einen ist das der neue Knotenpunkt zwischen der FS 44 und dem Südring (FS 45), zum anderen ist das der Radweg zwischen Haindlfing und Palzing. Der Kreisausschuss, so berichtete OB Tobias Eschenbacher, habe das Thema Knotenpunkt FS 44/FS 45 bekanntlich zurückgestellt, weil es noch zu viele offene Fragen gebe (wir haben berichtet). Und auch die Stadträte äußerten sich zu der jetzt vorgeschlagenen Planung mit einer aufwändigen Anbindung des Pförrerhofs und einem Turbokreisel als neuen Knotenpunkt sehr skeptisch: Das sei ein „gigantischer Flächenverbrauch“, beklagte sich Anton Frankl (FSM). Zudem fehle ein Gesamtkonzept. Will heißen: Der Stau werde nur 100 Meter weiter an die Schlüterbrücke verlagert, von der man nicht wisse, ob und wann sie vierspurig ausgebaut werde. Planungsreferent Franz Bernack (FSM) sah das genauso.

Ulrich Vogl (ÖDP) sagte, er sei „auch kein Freund dieser Maßnahme“. Aber wenn man den Knoten schon umbaue, dann vielleicht besser mittels eines Overflys, also einer Brücke über die FS 45, von der Autobahn her kommend. Für Jürgen Maguhn (Grüne) stellt die derzeitige Planung „eine Orgie des Flächenverbrauchs“ dar, die Planung sei „irrational“, das gesamte Projekt nur ein „gigantisches Automobilförderprogramm“. Wie gesagt: Entschieden wird von den Stadträten nichts, der Bericht Eschenbachers diente zur Kenntnis.

Immerhin die Wahl hatte man bei der Frage, wie künftig der gefahrlose Übergang für Radfahrer und Fußgänger am nördlichen Ortsausgang von Haindlfing ausgeführt werden soll, wenn dort an der östlichen Seite der Kreisstraße FS 9 der Geh- und Radweg zwischen Haindlfing und Palzing realisiert wird. Die Stadträte sprachen sich dabei – in Übereinstimmung mit der Polizei – für eine Planung aus, die eine Mittelinsel vorsieht. Sollte diese Variante nicht möglich sein, weil der dazu notwendige Grund nicht erworben werden können, dann solle die Querung durch eine optische Verengung der Fahrbahn von sechs auf 5,5 Meter in diesem Bereich ermöglicht werden.

Zudem soll der Landkreis, sollte er die Variante mit der Mittelinsel umsetzen, prüfen, ob eine Verschwenkung der Fahrbahn nach Norden möglich sei, um so Baumfällungen zu verhindern.

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