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Auf dieser Fläche entstehen unter anderem die 120 neuen städtischen Wohnungen.

Planungsausschuss gibt Grünes Licht  

Stadt baut 120 Wohnungen: „Ein sehr großer Schritt“

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Das kostet Geld. Weil es aber – gerade für eine Region wie Freising mit ihrem überhitzten Wohnungsmarkt – ein wichtiges Projekt ist, greift die Stadt mit 12 bis 14 Millionen Euro in die Tasche und wird voraussichtlich bis Mitte 2021 an der Katharina-Mair-Straße rund 120 neue städtische Wohnungen errichten.

Freising – Das Besondere: Nach den Vorgaben eines kommunalen Wohnbauförderprogramms, das einen 30-prozentigen Zuschuss verspricht, wird mit reduzierten Flächen geplant, so dass die Mieten erschwinglich und bezahlbar sein sollen. Der Finanzausschuss hat das Projekt, das insgesamt rund 20 Millionen Euro kosten wird, am Montag auf den Weg gebracht: Im Oktober 2017 könnte der Planer beauftragt werden, Ende 2018 könnte die Baugenehmigung erfolgen, im Frühjahr 2019 könnte Spatenstich sein. Wichtig bei diesem Projekt auf dem städtischen Grundstück nordöstlich der Feuerwache 2 in Lerchenfeld: das „Wohnungsgemenge“. Jeweils rund 30 Prozent der Wohnungen werden Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen sein, 25 Prozent werden 2,5- und Drei-Zimmer-Wohnungen werden, der Rest, also zehn Prozent der Wohnungen, werden Wohnungen mit vier oder fünf Zimmer sein. Dieses unterschiedliche Angebot soll, so die Idee dahinter, diverse Bevölkerungsgruppen ansprechen und zu einer „sozialen Durchmischung“ führen, wie das heißt.

Vor allem: Alle Wohnungen sollen reduzierte Flächen aufweisen, was die Preise senkt. Beispiel: In den kleinen Wohnungen wird es keine Gärten oder Balkone geben, stattdessen werden breite Laubengänge ausgeführt und die Dächer als Dachgarten ausgestaltet. Zudem werden die Grundrisse im Erdgeschoß flexibel gestaltet, so dass Wohnnutzung ebenso möglich ist wie Büroräume, Tagespflege oder auch Ladennutzung.

Die Stadträte stehen hinter diesem Projekt auf dem 7000 Quadratmeter großen Grundstück. Die vorgesehenen vier- und fünfgeschoßigen Baukörper seien mit ihrem Angebot „ein sehr großer Schritt“, um den Bestand der städtischen Wohnungen zu vergrößern, betonte Reinhard Fiedler (FSM). Als besonders wichtig erachtete Heidi Kammler (SPD) den „gesunden Mix“ an Wohnungsgrößen. Und Guido Hoyer (Linke) sagte, dass man dieses besondere Förderprogramm (neben 30 Prozent Zuschüssen wird ein zinsverbilligtes Darlehen für weitere 60 Prozent der Kosten angeboten) wahrnehmen müsse. „Gerade wir in Freising müssen da mitmachen“, so Hoyer.

„Wunderbar“ fand die Idee Rudolf Schwaiger (CSU), der allerdings warnte: Angesichts der Mammutprojekte, die die Stadt bis 2021 zu stemmen habe, sehe er eigentlich „keinen finanziellen Spielraum“ und warnte: „Wir werden an unsere Grenzen stoßen.“ Auf den Weg gebracht wurde das Projekt trotzdem einstimmig. Jetzt folgen die nächsten Verfahrensschritte.

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