Am wettersteinring

Platz für 164 Kinder: Stadt Freising baut neuen Kindergarten

Freising - 164 Kinder sollen ab September 2018 die neue Kindertagesstätte am Wettersteinring besuchen. An Stelle des bestehenden Kindergartens werden dort dann in einem Neubau fünf Kindergarten- und drei Kinderkrippengruppen ihre neue Heimat finden.

Am Dienstag wurde im Kulturausschuss der Vorentwurf samt dazugehöriger Kostenschätzung vorgestellt. Der zweigeschoßige Baukörper mit den Abmessungen von 50 auf 18 Meter soll, so berichtete Hochbauamtsleiter Robert Naujokat, 5,2 Millionen Euro kosten. Doch noch versuche man zusammen mit den Planern die Kosten zu senken, wie Naujokat ergänzte. Ursprünglich waren 4,9 Millionen für das Projekt angesetzt worden.

Vorgestellt wurde am Dienstag auch der Zeitplan: Der eigentliche Projektbeschluss soll am 2. Februar 2017 fallen, Baubeginn sollte dann im September 2017 sein. „Bei optimalen Verlauf“ könne das Gebäude dann im September 2018 seinen Betrieb aufnehmen. Grundsätzlich waren die Stadträte mit dem Entwurf einverstanden, schickten ihn auch in die weiteren Planungsphasen. Lediglich die geplanten Lichtkuppeln auf dem Gebäude in Holzständerbauweise riefen teilweise Skepsis hervor. Sowohl Johanna Hiergeist als auch Karl-Heinz Freitag (beide FW) warnten. „Da gibt’s 104 Stellen, an denen das Wasser reinlaufen kann“, orakelte Hiergeist, Freitag sprach von einer „Sollbruchstelle“. Naujokat sagte, man wisse um die Probleme, glaube aber, dass es „lösbar“ sei, die Lichtkuppeln so einzubauen, dass da nichts passiere.

Und noch eine neue Planung wurde im Kulturausschuss vorgestellt: Aufgrund der Bodenverhältnisse und vor allem wegen brandschutztechnischer Auflagen muss die im Mai 2016 vorgelegte und vom Kulturausschuss auch genehmigte Planung für den Anbau an den Musikschulpavillon geändert werden. Wie Naujokat darlegte, müsse deshalb die Gebäudegeometrie geändert werden, die Südseite des Anbaus werde nun leicht schräg verlaufen. Damit mache man aus der Not eine Tugend, wie Naujokat sagte, denn Musikschulleiter Martin Keeser hätte sich so etwas schon früher gewünscht. Dadurch werde nämlich die Akustik in den Übungsräumen besser.

Die ganze Umplanung ist freilich nicht zum Nulltarif zu haben: Statt 250 000 Euro wird der Anbau nun inklusive Bodenaustausch und geänderter Planung 280 000 Euro kosten. Die Stadträte genehmigten diese Umplanungen und die Mehrkosten ohne jede Diskussion und einstimmig.

Rubriklistenbild: © dpa

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