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Die Schattenseite des leuchtenden Volksfests: Mehrmals musste die Polizei in der Nacht zum Sonntag eingreifen, weil sich einige wenige Besucher im Alkoholrausch zu Gewalt hinreißen ließen.

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Freisinger Polizei im Dauereinsatz: Schläger erhält Volksfestverbot

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Feucht fröhlich ging es am Samstagabend beim Volksfest in Freising zur Sache. Für einige wohl etwas zu feucht. Denn unter Alkoholeinfluss kam es zu mehreren gewaltsamen Auseinandersetzungen und folgenschweren Sperenzchen.

Freising – Der erste Satz aus dem Polizeibericht liest sich noch positiv: „Das gesamte Volksfestgelände war am Samstagabend sehr gut besucht.“ Dann jedoch folgt schon das große Aber. „So blieb es auch nicht aus, dass vor allem durch vermehrten Alkoholkonsum einige Straftaten und Streitigkeiten durch die eingesetzten Kräfte der Wiesnwache bearbeitet werden mussten.“

Bereits gegen 19.15 Uhr wurde die erste Körperverletzung gemeldet. Ein 62-jähriger Freisinger, der das Festgelände bereits wieder verlassen wollte, ging zu einem Security-Mitarbeiter, um sich die ihm zuvor abgenommenen Gegenstände zurückzuholen. Das endete nach Angaben der Polizei in einem Streitgespräch. „Dieses ,löste’ der Freisinger durch einen Schlag ins Gesicht des Sicherheitsdienstmitarbeiters.“ Der Übeltäter handelte sich neben der obligatorischen Strafanzeige auch ein Betretungsverbot für das Volksfest ein.

Opfer (21) aus Zolling muss in die Klinik - mit Verdacht auf Nasenbeinbruch

Gegen 3.40 Uhr kamen ein 26-jähriger Freisinger und ein 23-jähriger Zollinger vor dem Nachtcafé in Streit. Wie die hinzugerufene Streife feststellte, gipfelte der Zwist der in einem Schlag des Zollingers in das Gesicht des Kontrahenten. Auch dabei standen beide Beteiligte erheblich unter Alkoholeinfluss. Sofortige ärztliche Versorgung war allerdings nicht von Nöten.

Ganz im Gegensatz zu dem Vorfall um 2.30 Uhr. Da schlug ein 18-jähriger Freisinger beim Verlassen des Festgeländes unvermittelt einem 21-jährigen aus der Gemeinde Zolling mit der Faust ins Gesicht. Der Geschädigte musste mit starkem Nasenbluten und Verdacht auf einen Nasenbeinbruch ins Klinikum Freising eingeliefert werden. Beide Beteiligte standen laut Polizei erheblich unter Alkoholeinfluss.

20-Jähriger läuft mit Joint an der Polizei vorbei - keine gute Idee

Zirka eine halbe Stunde zuvor hatte ein 20-jähriger Freisinger nicht seine beste Idee: Er ging, einen Joint rauchend, an der Volksfestwache vorbei. Prompt nahmen die Beamten den Cannabisgeruch war. Der junge Mann wurde aufgehalten und kontrolliert. Dabei entdeckte die Polizei noch eine „Konsumeinheit Marihuana“, die sichergestellt wurde.

Münchner nennt Polizisten „Arschlöcher“ - noch schlechtere Idee

Ein 51-jähriger Münchner wurde gegen 3 Uhr von der Security aus der Weinhalle verwiesen. Vor dem Lokal pöbelte der Mann mehrere Passanten an, worauf er von einer Streife angesprochen und mit einem Platzverweis belegt wurde. Dem kam der 51-Jährige aber nicht nach, vielmehr beleidigte er die eingesetzten Beamten als „Arschlöcher“. Das war seine Eintrittskarte für die Wache. Dort ergab ein Alkoholtest einen Wert weit über zwei Promille.

Daneben wurde noch zwei 17-jährigen der Einlass in die Weinhalle verweigert, die versucht hatten, sich Persos von Bekannten geborgt, um sich als volljährig auszugeben. Konsequenz: Sowohl die Jugendlichen als auch ihre volljährigen Komplizen erhalten Anzeigen wegen Missbrauchs von Ausweispapieren.

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