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Spaßbremsen für Raser: Die Polizei beendete ein Tuning-Treffen in Gilching, an dem auch ein Freisinger beteiligt war.

Ermittler lassen Tuning-Treffen hochgehen

Polizei unterbindet illegale Rennen: Auch Freisinger geschnappt

  • Manuel Eser
    vonManuel Eser
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Die Polizei hat ein nächtliches Tuning-Treffen in Gilching hochgehen lassen. Auch ein Freisinger war bei der Corona-Party dabei.

Freising/Gilching – Seit Wochen sorgen illegale Autorennen in Gilching (Kreis Starnberg) für Aufregung. In der Nacht zum Samstag gelang es der Polizei, insgesamt 25 Auto-Tuner hochzunehmen, die sich mit ihren hochgerüsteten Boliden auf einem Discounter-Parkplatz getroffen hatten. Darunter war auch ein Freisinger (25), auf den nun jede Menge Ärger zukommt.

Seit längerer Zeit gehen bei der Germeringer Polizei, die auch für Gilching zuständig ist, wiederholt Hinweise auf illegale Autorennen ein. „Immer wieder beschweren sich Bürger über laute getunte Pkw, die mit aufheulenden Motoren und offenen sogenannten Klappenauspuffanlagen insbesondere zur Nachtzeit auf Gilchinger Gemeindegebiet ihr Unwesen treiben“, berichtet Andreas Ruch, stellvertretender Leiter der PI Germering.

Corona-Hinweis bringt Tuner zu Fall

In der Nacht zum Samstag gelang es der Polizei, ein weiteres Rennen zu verhindern. Gegen 0.30 Uhr ging in der Einsatzzentrale eine Mitteilung ein. An einem großen Discounter-Parkplatz an der Dornierstraße in Gilching finde eine Corona-Party statt. Etliche Streifen machten sich sofort auf den Weg – und kamen gerade rechtzeitig zu einem Tuner-Treffen. Die Einsatzkräfte blockierten die Parkplatz-Ausfahrt mit quergestellte Streifenfahrzeuge, sodass niemand das Areal motorisiert verlassen konnte.

Die Polizisten zählten insgesamt 25 Personen, die mit ihren Fahrzeugen dort eine derzeit verbotene Zusammenkunft verabredet hatten. Mehr noch: Bei den abgestellten Autos handelte es sich fast ausnahmslos um sogenannte „stark individualisierte Fahrzeuge“, die im Anschluss allesamt überprüft wurden.

Selbst aus Kempten kamen Tuner angeheizt

Bei der Kontrolle der Wagen wurden sechs Tuning-Verstöße festgestellt, die zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Drei der Fahrzeuge, bei denen besonders schwere Verstöße vorlagen, wurden zudem beschlagnahmt.

Gegen alle 25 Personen wurden Verfahren wegen Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet, berichtet Vize-Polizeichef Ruch. „Die hat das Thema Mindestabstand in Zeiten von Corona nicht im Entferntesten interessiert.“ Neben dem 25-jährigen Freisinger stammten die ausschließlich jungen Erwachsenen überwiegend aus dem Landkreis Starnberg, aber auch aus Geretsried, Dietramszell, Weilheim, Germering und Gröbenzell. Sogar aus Kempten waren Personen extra zu dem Tuning-Treffen angereist. Aus Gilching selbst kam hingegen keiner.

Polizei hofft, dass die Aktion Wirkung zeigt

Ruch geht davon aus, dass es der Polizei mit ihrem Einsatz auch gelungen ist, in dieser Nacht weitere Rennen zu unterbinden. „Die Boliden, die allesamt jede Menge PS unter der Haube hatten, standen bestimmt nicht nur zum Anschauen da.“ Er glaubt, dass die Polizeiaktion Wirkung zeigen wird. „Wir sind davon überzeugt, dass in Gilching erst mal wieder Ruhe herrscht.“

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