Lisa und Daniela Kronpass wollen einen verpackungsfreien Laden in Freising eröffnen – und brauchen noch Hilfe aus der Bürgerschaft. foto: Privat

Unterstützung benötigt!

Projekt verpackungsfreier Laden in Freising: Bei Fräulein Lose gibt’s alles „ohne“

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Das Thema Müllvermeidung rückt immer mehr in den Fokus der Bürger: Egal, ob beim Uferlos-Festival oder bei den verschiedenen grünen Organisationen – überall will man Abfall reduzieren. Zwei Freisinger Schwestern wollen jetzt ihren Beitrag dazu mit einem Laden leisten, in dem alle Waren verpackungsfrei angeboten werden – doch sie sind auf Unterstützung angewiesen.

Freising – Mit Gläsern und Tupperboxen in einen Laden gehen, aus offenen Gefäßen Reis, Nudeln, Shampoo und vieles mehr selbst einfüllen und danach zahlen: Das Konzept, weitgehend ohne Verpackung auszukommen, ist nicht neu. Viele Läden machen es seit Jahrzehnten schon vor, auch in Freising.

Aber Daniela und Lisa Kronpass (26 und 22 Jahre) aus Freising, wollen sich abheben, und im Gegensatz zu bereits bestehenden „offenen Angeboten“ in der Domstadt einen Laden an der Johannisstraße eröffnen, der komplett verpackungsfrei auskommt. Der Name: Fräulein Lose.

Die Idee, so ein Geschäft zu eröffnen, kam den beiden aber nicht von heute auf morgen, erzählt Daniela Kronpass. „Anfang des Jahres ging das los.“ Sie sei es leid gewesen, „immer vorgegebene Mengen kaufen zu müssen“. 250 Gramm, 500 Gramm: Sie wollte selbst entscheiden, wie viel sie wovon einpackt. „Und dann kommt ja auch noch der Verpackungsmüll dazu.“ Dann kam der Gedankenblitz, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Und ihre Schwester Lisa? „Ich war sofort dabei“, erzählt sie.

Im Sortiment von Fräulein Lose soll alles sein, was man zum täglichen Leben braucht. Daniela: „Im Optimalfall muss man danach nicht noch extra einkaufen gehen.“ Von Seife über Nudeln bis hin etwa zu Verhütungsmitteln, die es mittlerweile auch umweltbewusst hergestellt gibt, will man ein breites Spektrum an Waren anbieten.

Und das, so ist der Plan, wird nicht das Ende der Fahnenstange sein. Denn: „Wir wollen mit den Kunden ständig in Kontakt stehen“, erklärt Daniela. „Das Sortiment ist individuell erweiterbar“, fügt Lisa hinzu. Heißt konkret: Wenn beispielsweise ein großes Interesse an Dinkelnudeln besteht, so wird man das für die Kunden auch anschaffen. Lisa: „Es soll einfach ein Miteinander werden.“

Dafür spricht auch, dass man eine kleine Café-Ecke einrichten will – Einkaufen soll zum Erlebnis werden. „Und wenn jemand nur zum Kaffeetrinken kommen will, ist das auch in Ordnung“, sagt Daniela und lacht.

Im Juli, so die grobe Planung sollte es losgehen – wäre da nur nicht das Problem mit der Finanzierung. Derzeit läuft eine Crowdfunding-Aktion, man will also Unterstützer finden, die sich finanziell mit einem Obolus beteiligen. Das Ziel sind 20 000 Euro. Momentan stehen die Schwestern bei rund 7000 Euro. „Uns ist bewusst, dass wir da einen Vertrauensvorschuss verlangen“, erklärt Daniela. Doch es wird sich lohnen, da sind sich beide Schwestern sicher. Und dann kann Fräulein Lose in Freising ihre Pforten öffnen.

Gut zu wissen

Wer das Projekt Fräulein Lose unterstützen will, klickt auf www.startnext.com/fraeulein-lose. Dort stellen die beiden das Projekt und sich selbst im Detail vor. Für Unterstützer gibt es 15 verschiedene Dankeschön-Präsente.

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