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Der Spaß stand beim Promischießen im Vordergrund: Bei dem Wettbewerb im Schützenheim von Edelweiß Hohenbachern holte sich Sigi Wanzke (mit Gewehr) den ersten Platz in der Ringwertung. Claus Hartmann von der Freisinger Bank (3. v. l.) erzielte die beste Teilerwertung. Gewonnen haben alle, die es nicht bierernst nahmen.

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Promischießen in Freising: Nicht nur der Grünen-Abgeordnete kam ins Schwitzen

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Der Spaß stand beim Promischießen in Hohenbachern im Vordergrund. Das war auch gut so, denn ansonsten hätten einige Politiker Grund gehabt, sich sauber zu ärgern.

Freising – Abergläubisch darf Florian Herrmann nicht sein. Der Mann, der im vergangenen Jahr die Schützenscheibe für das Promischießen während des Freisinger Volksfestes gewonnen hat, konnte am Samstag seinen Titel nicht verteidigen. Er wurde mit einem Teiler von 575,0 Dreizehnter. Doch ebenso wie dem CSU-Staatsminister waren auch den anderen Kandidaten für den 14. Oktober klar, dass das Kräftemessen im Schützenheim von Edelweiß Hohenbachern nicht ganz so wichtig war wie die Wahl zum Land- und um Bezirkstag. Entsprechend locker war die Atmosphäre.

Christian Magerl, der (noch) amtierende Landtagsabgeordnete der Grünen, schwitzte. Und wie. Aber nicht aus Angst vor der Konkurrenz der anderen 21 Schützen oder auch vor seinem FW-Landtagskollegen Benno Zierer, sondern deshalb, weil er mit dem Radl nach Hohenbachern gekommen war. Dabei hatte er sich offenbar schon so ausgepowert, dass es beim Schießen um die Festscheibe für nicht mehr als den 17. Platz reichte – bei den Ringen gerade mal zum drittletzten Platz.

Zierer schnitt da schon wesentlich besser ab: Mit einem Teiler von 92,0 schrammte er knapp am Gewinn der Festscheibe vorbei, bei den Ringen belegte er mit respektablen 80 den dritten Platz. Die Aussage von CSU-Bundestagsabgeordnetem Erich Irlstorfer, er tue sich mit dem Zielen auf die roten Scheiben (für die Festscheibe) viel einfacher als damit, die schwarzen ins Visier zu nehmen, darf nach dem Ergebnis des Samstags stark bezweifelt werden werden: Mit einem 364,7-Teiler landete er da auf Platz 10, mit 83 Ringen aber immerhin auf Platz 2. Freilich: Irlstorfer schoss, indem er ebenso wie Festreferent Hubert Hierl das Gewehr auflegte.

Bierernst nahm die ganze Sache freilich auch im Wahljahr 2018 niemand. Und so gönnte man Claus Hartmann (Freisinger Bank eG) den Gewinn der Festscheibe (43,2-Teiler) und Sigi Wanzke, dem ehemaligen Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport, den ersten Platz bei der Ringewertung (85). Ach ja: Den schlechtesten Teiler schoss Freisings Hauptamtsleiter Rupert Widmann (1462,8), bei den Ringen ließ Festwirt Ludwig Tauscher mit 33 Ringen allen anderen Schützen den Vortritt. Ihnen hätte vielleicht der Tipp, den Hohenbacherns Schützenmeister Hubert Lachner für Magerl übrig hatte, auch gut getan: „Beim Wackeln in der Mitte abdrücken!“

Die Festscheibe, die Herrmann im vergangenen Jahr gewonnen hat, wird übrigens einen Ehrenplatz finden, wie Sebastian Wanzke, der Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, sagte: Zu Ehren des verstorbenen Volksfestmanagers Erich Bröckl wird sie künftig beim Schaustellertisch im „Ochsenwirt“-Festzelt von Ludwig Tauscher zu bewundern sein.

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