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Zu Gast im „Loki“: Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher stand den Pullingern in der Bürgerversammlung im Sportheim Rede und Antwort.

Thema wird in jeder Bürgerversammlung diskutiert 

Klimaschutz schlägt Startbahn: Oberbürgermeister macht Pullingern Hoffnung

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Fluglärm, Radwegverbindungen und zugeparkte Straßen treiben die Pullinger um. In der Bürgerversammlung kam natürlich auch das Thema 3. Startbahn dran.

Pulling – Die Bewohner von Pulling sind offenbar Radfahrer und mögen es gar nicht, wenn Autos und Kleinlaster ihre Straßen zuparken. In der Bürgerversammlung im Sportheim „Loki“, wo der Oberbürgermeister wie immer mit einem „Herzlich willkommen“-Schild begrüßt wurde, waren die Verbesserung der Radwegeverbindungen und die Parkerei vor allem in der Hauptstraße ein Thema. 

Pulling ist „kontinuierlich wachsend“

Begonnen hatte es am Dienstag im Lokis wie alle Bürgerversammlungen, mit denen OB Tobias Eschenbacher derzeit on Tour ist: mit Zahlen und Projekten. 1668 Einwohner zählt Pulling derzeit – „kontinuierlich wachsend“, wie Eschenbacher sagte. Dann gab’s wichtige Fakten aus dem Haushalt: Die Konjunkturdaten, so der OB, ließen vermuten, dass die Gewerbesteuereinnahmen wieder auf ein „Normalmaß“ zurückgehen werden und es so schnell kein Jahr mehr geben werde, in dem man 67 Millionen einnimmt. Gut nur, dass die Schulden seit 2011 kontinuierlich zurückgeführt worden seien (für Ende 2020 sind noch 27,6 Millionen Euro geplant), man dennoch über hohe Rücklagen verfüge (Ende 2020 sollen es rund 70 Millionen sein). 

Das Geld braucht man auch, wie ein Blick auf all die Mammutprojekte zeigte, die derzeit von Freising (oder zumindest in Freising) realisiert wurden und werden: Das Kombibad fresch sei fertig, praktisch jedes Jahr müsse man eine neue Kindertagesstätte bauen, der Innenstadtumbau, bei dem man 2020 mit der Moosachöffnung starte, werde bis 2024 dauern. Gleichzeitig investiere die Erzdiözese über 200 Millionen in die Neustrukturierung des Dombergs – werde aber wohl nicht mit allem bis zum Korbiniansjahr 2024 fertig. Dazu noch die vom Freistaat gebaute B 301-Nordostumfahrung, die Ende 2020 abgeschlossen sein soll – anders als dieWesttangente, bei der der Fertigstellungstermin auf Ende 2021 verschoben werden musste

Nachtflüge bereiten Sorgen

Weil ohne Flughafen und Startbahn eine Bürgerversammlung in Pulling gar nicht geht, bezog Eschenbacher auch dazu Stellung: Nach der Landtagswahl 2018 hätte man sich freilich „ein endgültiges Aus“ für die Runway gewünscht. Er persönlich sei aber der Meinung, dass sich angesichts der Klimaschutzbewegung „keiner mehr traut, die 3. Startbahn zu bauen“. Sorgen bereite die Zunahme der Nachtflüge. Die Fluglärmkommission versuche nun auf die FMG einzuwirken, dieser Entwicklung durch eine Staffelung der Landeentgelte entgegenzuwirken. Motto: Je lauter und je später, umso teurer. 

Eschenbacher selbst hatte auch den Stand der Planungen für ein Radwegekonzept und auch den Radschnellweg von Freising nach Garching geschildert. Den Pullingern, so zeigten einige Wortmeldungen, wäre an einer besseren Anbindung nach Lerchenfeld und auch nach Giggenhausen gelegen – Dinge, die mit dem Isarsteg Süd und Gesprächen zum Grunderwerb angegangen würden, so der OB. Und die nervende Parksituation in der Hauptstraße werde man sich nochmals anschauen.

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