Betrunkener (23) kürzt zum Studentenheim ab

Querfeldein-Tour endet zweimal „unter Wasser“

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War die Geschichte vom E-Mobil-Fahrer, der auf den Sport- und Tennisplätzen der SG Eichenfeld seine Runden drehte unglaublich, so wird diese doch getoppt von der Querfeldein-Tour eines betrunkenen Studenten (23) aus Aying.

Freising – Der stürzte am Dienstagmorgen gegen 3 Uhr auf seinem Weg ins Studentenwohnheim an der Giggenhauser Straße gleich zweimal hintereinander ins Wasser: einmal in die Moosach und dann in einen Gartenteich in Vötting.

Der 23-jährige betrunkene Hans-Guck-in-Luft wollte vom Freisinger Bahnhof Richtung Studentenwohnheim Vötting. Weil ihm aber der bekannte Weg zur Giggenhauser Straße zu weit war, wollte er abkürzen und orientierte sich dabei nach der Satellitenkarte von Google Maps auf seinem Mobiltelefon. So stapfte er bis Vötting und ab dort querfeldein. Dabei starrte er die ganze Zeit auf sein Handy und vertraute der Satellitenkarte.

Doch die zeigte auf Höhe der Siedlung An der Mühle wohl nicht ganz exakt, dass dort auch die Moosach verläuft – und so fiel der nächtliche Wanderer in den Stadtfluss. Dabei hatte der Student einen ziemlich fleißigen Schutzengel: Er schaffte es, allein aus der Moosach herauszuklettern. Im Anschluss setzte er völlig durchnässt seinen Querfeldeinkurs fort, kletterte über den Zaun in ein angrenzendes Grundstück – und stürzte dort wieder ins Wasser: diesmal in einen Gartenteich.

Seine Hilferufe alarmierten einen Anwohner, der ihn aus seiner misslichen Lage befreite. Im Hof eines angrenzenden Wohnhauses schließlich erwartete den Studenten die Polizei, die ebenfalls ein besorgter Anwohner alarmiert hatte. Auch der Vöttinger Franz Mair hat das nächtliche Tohuwabohu mitbekommen. „Es war ganz schön was los bei uns.“ Sein Sohn hatte die Polizei alarmiert. „Noch am Morgen danach konnte man genau sehen, wie der Student ins Nachbargrundstück gestiegen war: „Überall lagen Schlamm und Pflanzen, die ihm an den Schuhen geklebt hatten.“

Die Polizeibeamten, die dann kurz danach eintrafen, nahmen den Betrunkenen mit und brachten den völlig Durchnässten schließlich zum Wohnheim – auf sicheren Pfaden versteht sich, und ganz ohne Google Maps.

Am Sonntag drehte ein E-Mobil-Fahrer auf den Sport- und Tennisplätzen der SG Eichenfeld seine Runden.

Rubriklistenbild: © dpa

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