Einen Karton voller Unterschriften hat OB Tobias Eschenbacher von den Vertretern des überparteilichen Aktionsbündnisses „Radentscheid Freising“ entgegengenommen. Das Bündnis fordert unter anderem ein besser ausgebautes Radnetz in Freising und über den Landkreis hinaus.
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Einen Karton voller Unterschriften hat OB Tobias Eschenbacher von den Vertretern des überparteilichen Aktionsbündnisses „Radentscheid Freising“ entgegengenommen. Das Bündnis fordert unter anderem ein besser ausgebautes Radnetz in Freising und über den Landkreis hinaus.

„Radentscheid Freising“ übergibt Karton voller Unterschriften

„Tobi, tu was!“: Aktionsbündnis erwartet vom OB etliche Verbesserungen für den Radverkehr

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Einen Karton voller Unterschriften hat das Aktionsbündnis „Radentscheid Freising“ an OB Eschenbacher übergeben. Die Vertreter fordern ein Bündel an Maßnahmen.

Freising – 4750 Unterschriften – einen ganzen Karton voll – bekam am Donnerstagabend Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher überreicht. Das überparteiliche Aktionsbündnis „Radentscheid Freising“ hat damit laut eigener Aussage einen „entscheidenden Meilenstein geschafft“. Dass man rund 80 Prozent mehr an Unterschriften für das Bürgerbegehren gesammelt habe als notwendig, sei „ein starkes Signal an die Freisinger Politik“ und an den OB. „Tobi, tu was!“ stand denn auch auf einem der Schilder zu lesen, die man zur Unterschriftenübergabe mitgebracht hatte.

Das im Februar 2020 mit viel Elan gestartete Begehren wurde zwei Mal durch die Corona-Lockdowns unterbrochen. Gerade in den vergangenen Wochen sei aber „ein nicht erwarteter Ansturm von Unterschriftswilligen“ zu beobachten gewesen, schildert das Aktionsbündnis. Nun hofft und rechnet man damit, dass der Stadtrat das Begehren annehmen wird.

Aktionsbündnis fordert leistungsfähiges Radvorrangnetz

Der Freisinger Radentscheid fordert die konsequente Entschärfung von Gefahrenstellen durch Tempo 30 oder baulich getrennte Radwege in ausreichender Breite. Und das auf einem durchgängigen, leistungsfähigen Radvorrangnetz entsprechend des „Ziel-Netz Radverkehr“ im Freisinger Mobilitätskonzept, das vom Stadtrat bereits 2018 so verabschiedet wurde.

Zusätzlich sollen gefährliche Kreuzungen und Einmündungen entschärft und ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahr- und Lastenräder geschaffen werden – was gerade im Innenstadtbereich zur Vermeidung von Konflikten wichtig sei. Zudem sollen auch überörtliche Radschnellwege zu wichtigen Zielen im Kreis beziehungsweise in Nachbarlandkreise vorangetrieben werden.

40 Prozent der Freisinger sind innerstädtisch mit dem Rad unterwegs

Radverkehrsförderung finde, so kritisiert das Aktionsbündnis, bislang in Freising jedoch nur „in homöopathischen Dosen“ statt. Man diskutiere zwar seit rund einem Jahrzehnt kontinuierlich über die vielen vorhandenen Problembereiche und beauftrage Gutachten, Konzepte und Planungen. „Doch wenn dann die Umsetzung ansteht, geht nichts Entscheidendes mehr voran“, so die Klage vieler Unterschreibender.

Und das, obwohl in Freising bereits heute eine außergewöhnlich hohe Anzahl der innerstädtischen Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt wird: 2018 waren das nach einer offiziellen Erhebung rund 40 Prozent, zwischenzeitlich könnten es – als Folge der Pandemie – sogar noch deutlich mehr sein. Mit dem jetzt initiierten Freisinger Radentscheid hätten Stadtrat und Bürger nun die Möglichkeit, die Weichen neu zu stellen: mehr Platz und Sicherheit für immer mehr Radelnde bei vertretbaren Komforteinbußen für Kfz-Nutzer.

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