Das Bild zeigt die Radler am Start beim Freisinger Bahnhof
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Rund 150 Radler starteten am Samstag vom Freisinger Bahnhof aus nach einem Rundkurs über die Hochtrasse in Richtung Dr. von Daller- Straße zur Theresienwiese.

Rad-Sternfahrt für die Mobilitätswende

Für ein besseres Klima: Rund 150 Radler starten ihr Signal am Freisinger Bahnhof

Rund 150 Radler starteten vom Freisinger Bahnhof aus zur Theresienwiese München - als Zeichen für die Mobilitätswende.

Freising – Das Interesse war groß, die Botschaft eindeutig: Die Rad-Sternfahrt sollte ein Zeichen gegen die IAA und für eine Mobilitätswende setzen. Dass die rund 150 Teilnehmer bei ihrer Aktion nicht auf Autobahnstrecken radeln durften, stieß den Verantwortlichen sauer auf. Für den stellvertretenden Versammlungsleiter Jörn Strüber vom Verkehrsclub Deutschland, sei das ein deutlicher „politischer Wink“.

Die Forderung

Die Klimaschützer warten auf alternative Mobilitätskonzepte: „Die brauchen wir“, sagte Strüber, denn: Kurze Distanzen würden mit „kinderzimmergroßen Fahrzeugen“ zurückgelegt werden. Die Weichen für höhere Auslastung des Schienenverkehrs seien in Deutschland vor 50 Jahren falsch gestellt worden, betonte Strüber. Für ihn auch ein Unding: Die Politik reagiere immer positiv auf neue Forderungen der Auto-Industrie. Mit der Sternfahrt wollten die Klimaschützer vor allem ein Zeichen setzen, dass jetzt zügig ein Umdenken einsetzen müsse.

Das Statement

ADFC-Sprecher Jürgen Maguhn betonte erneut, dass die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zum Verbot der Nutzung von Autobahnen bei der Radler-Demo „juristisch nicht sauber“ sei. Ausschreitungen bei solchen Demonstrationen würden allerdings keinem etwas bringen, wie es Strüber formulierte. „Wir sind friedliche Fahrradfahrer“, betonten die Versammlungsleiter abschließend, bevor die Protest-Fahrt startete.

Die Begleitung

Begleitet wurde der Korso von Polizeikräften (samt Motorrad-Eskorte) und einem Kamerateam. Kräfte der Feuerwehr Freising hatten bereits am frühen Morgen für entsprechende Straßenabsicherungen gesorgt.
Richard Lorenz 

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