Wer wird neuer Freisinger OB? Sebastian Habermeyer (l.) oder Tobias Eschenbacher?

Stimmen Sie ab: Online-Mehrheit für Eschenbacher

Freising - In zwei Wochen entscheidet sich Freising in einer Stichwahl zwischen Tobias Eschenbacher (FSM) und Sebastian Habermeyer (Grüne). Bei uns können Sie schon jetzt abstimmen:

Die Reaktionen zur Freisinger OB-Wahl

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„Das ist kein Weltuntergang“, sagte Eva Bönig (SPD), „aber ich bin schon sehr enttäuscht.“ Im Wahlkampf habe man deutlich gesehen, „wer eine Ahnung hat und seit Jahren gut für die Stadt gearbeitet hat. Das habe aber jetzt wohl nicht gezählt: „Jetzt sind offenbar andere Dinge ausschlaggebend.“

Die SPD-Kandidatin: „Was soll’s? Das Leben geht trotzdem weiter. Ich mache auf alle Fälle weiter gute Stadtratsarbeit in Freising und werde mich dort so gut einbringen, wie möglich.“

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Dass er von seinem vorzeitigen Ausscheiden enttäuscht ist – daraus machte Rudolf Schwaiger keinen Hehl: „Das zeigt mir, dass viele Sachen, die ich im Wahlkampf ehrlich angesprochen habe, von den Wählern wohl nicht akzeptiert worden sind.“ Mehr ins Detail gehen wollte er noch nicht, am Montag werde man jedoch eine Vorstandssitzung des Ortsverbandes abhalten, „um das alles hier genau zu analysieren“. Schwaigers Fazit: „Ich akzeptiere das Ergebnis – es muss jetzt irgendwie weitergehen.“

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Er lag lange Zeit gut im Rennen, am Ende aber hatte Benno Zierer (Freie Wähler) die Stichwahl verpasst. „Freilich kann ich nicht ganz zufrieden sein. Wir haben vermutlich zu wenig rüberbringen können, was wir für Freising bewegen wollen.“ Jetzt gelte es, „eine Koalition der Vernunft auf die Beine zu stellen“. Soll heißen: „Wir alle müssen parteiübergreifend für das Wohl der Stadt Freising arbeiten.“ Und das zu organisieren, sei nicht zuletzt, betonte Zierer, „die Aufgabe des neuen Oberbürgermeisters“.

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Helmut Priller (ödp) machte beinahe den Eindruck, als sei er über die geringe Wahlbeteiligung enttäuschter als über sein eigenes Abschneiden bei der OB-Wahl: „Klar, das Ergebnis spiegelt nicht die Energie wieder, die wir eingesetzt haben“, betonte Priller. „Aber dass nur die Hälfte der Wahlberechtigten Interesse gezeigt hat – das ist wirklich sehr schade.“ Er selbst werde sich jetzt zwei Wochen Zeit nehmen, „um meine Meinungsbildung für den einen oder den anderen Stichwahl-Kandidaten festzulegen.“

Seine persönlichen Ziele hat Daniel Wilke (Linke) nicht erreicht: „Irgendetwas zwischen zwei und acht Prozent hatte ich mir vielleicht schon ausgemalt“, meinte er. „Doch das war wohl ein Wunschtraum.“ Sein Fazit: „Ich nehme es nun sportlich und gelassen, jeder von uns hat viel Kraft investiert, wir haben einiges richtig gemacht.“ Nicht zuletzt deswegen betonte Wilke, dass er jetzt nicht von der politischen Bühne verschwinden werde: „Ich will mich bei der nächsten Wahl als Kandidat für den Stadtrat aufstellen lassen.“

Das denken die User über das Wahlergebnis

Armin Müller schreibt: "Gratulation Freising! Das Potential für Veränderung ist da"

Freising diskutiert -
beim Freisinger Tagblatt auf Facebook

User klutzke hat seine eigene Theorie zum Ergebnis: "Klarer Fall: Bei dieser Wahl war die Person nicht maßgebend, sondern die Parteien, wobei der Aschenbecher hier ein Vorteil hatte, weil er ja mal bei den Schwarzen war und ihn deshalb viele kannten... Man wollte in diesem Fall kein Kreuz bei diesen beiden Volksparteien machen, weil zumal Ude von der SPD und Seehofer von der CSU für die 3. Startbahn sind! Man wollte einfach mal diesen Parteien eins auswischen! Traurig ist einfach die geringe Wahlbeteiligung!"

Lutzputzohneschutz schreibt: "Jetzt sind zwei so Kaschperln als Kandidaten bei der Stichwahl. Der Aschenbecher taugt nichts und von dem Grünen da sag ich blos ja merce!"

Hosiery hofft auf die Stichwahl: "Bei der Stichwahl wird es sich zeigen, wem man eher zutraut für eine sinnvolle und pragmatische Arbeit in Freising die notwendigen Mehrheiten zu besorgen. Oder ob man mit einer klassischen Dagegen-Haltung doch Bürgermeister werden kann. Aber dass man nicht immer alles aufhalten kann, auch wenn man es noch so sehr verspricht, das sieht man ja jetzt in Stuttgart."

Bürger kommentiert: "Die Bürger der Stadt Freising haben`s wieder mal in der Hand. Sie können dem Umland zeigen, was Sie von der Regierung und Ihren Entscheidungen hält. Die erste Chance bei der Landratswahl wurde leider vergeben."

Martin_fs schreibt: "Da sich alle sieben Kandidaten so eindeutig gegen eine dritte Start- und Landebahn ausgesprochen haben, war für mich als Freisinger keiner von ihnen wählbar. Ja, es gibt auch Freisinger, die für die Startbahn sind. Angesichts der Wahlbeteiligung wahrscheinlich mehr als man denkt."

hob/mlt

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