Großbetrieb kommt nicht nach Freising

Reaktionen auf das Transgourmet-Aus im Netz: "Ich sehe die Gegner in der Bringschuld"

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Freising - Der Paukenschlag kam gegen 11.30 Uhr. Transgourmet wird nicht nach Freising kommen. Im Netz ist die Empörung groß - einige sehen aber einen Kelch gerade noch vorbeiziehen.

Der Großbetrieb Transgourmet kommt nicht nach Freising. Das hat OB Tobias Eschenbacher am Dienstagmorgen erfahren.

Die Reaktionen im Netz sind zumeist eindeutig - Unverständnis, Wut, Enttäuschung. Einige Stimmen freuen sich aber über die Entscheidung Transgourmets, auf eine Ansiedlung in Freising zu verzichten. 

Da heißt es zum Beispiel von Andi V.: "Kompliment, haben es die Unverbesserlichen, sprich die Grundstücksbesitzer und Spekulanten wieder Mal geschafft... typisch Freising." Olli G. meint: "Leider gibt's immer noch sehr viele Freisinger, die sich über diese Wendung freuen werden." Sigmund S. nimmt es mit Galgenhumor: "Andere Landkreise rollen die roten Teppiche aus - 'Bravo' Freising." Alexander J. sieht dunkle Zeiten auf Freising zukommen: "Gute Nacht Freising. Ihr verschlaft auch echt alles.." Stefan P.: "Traurig für Freising... aber typisch, nur nichts zulassen. Rings um Freising boomt es, nur in der Enklave Freising tut sich nichts."

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Sehr differenziert fasst Maximilian B. die Nachricht auf: "Mhm... auch wenn ich den Schritt von Transgourment nicht ganz verstehe (falls sie nicht woanders auch ein Verfahren laufen haben, dann verzögert sich mit diesem Schritt die Ansiedlung auf jeden Fall), jetzt wäre es an der Zeit für beide Seiten, zusammenzukommen und festzulegen, wie sich die Clemensänger weiterentwickeln sollen. Denn die Gegner haben im Grundsatz schon recht, wenn sie sich gegen eine Logistik-Gewerbelandschaft wehren, die man in Neufahrn versucht wieder zurückzufahren. Aber dann brauchen wir jetzt konkrete Alternativen! Und da sehe ich die Gegner durchaus in der Bringschuld."

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Christian G. mutmaßt, was die Beweggründe des Großbetriebs wohl waren: "Unternehmen lassen sich nicht verars...en. Die haben bestimmt einen gleichwertigen Standort gefunden, wo sie nicht auf Ablehnung stoßen. Nun schaun mer mal, was der Tobi macht und wo er die Kohle für seine Projekte herbekommt." Ähnlich sieht es Harald H. und hält Transgourmet ohnehin für nicht geeignet: "Die Begründung ist lächerlich, zeitliche Gründe können es nicht sein, wenn sie woanders mit der Planung bei Null anfangen müssten! Die hatten schon parallel noch mindestens ein Eisen im Feuer und da halt die besseren Bedingungen, bekommen - das ist für große Firmen ja auch sinnvoll. Freising kann froh sein, derartige Unternehmen ziehen uns doch über den Tisch." 

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