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Unter der Begutachtung von Prüfer Hans-Martin Hilbig (TI Freising) führten bei der Robotic-Olympiad Natan Page, Maxi Schieder und Lukas Galler (v. l.) ihr Modell in der Aula des Hofmiller-Gymnasium vor.

Regionalentscheid der „Robotic-Olympiad“ am Joho

Technische Wunderwerke im Miniformat

Die Aula des Josef-Hofmiller-Gymnasiums verwandelte sich in ein Roboter-Labor. Anlass war der Regionalentscheid der „World Robotic Olympiad“, bei dem 32 Teams aus dem Großraum München ihr technisches Können zeigten.

Freising – Unter dem Motto „Robots for Sustainability“ (Nachhaltigkeit) bastelten die Schüler seit Februar an ihren Maschinen aus Lego. Jetzt konnten sie die Ergebnisse präsentieren. Die Teilnehmer des Wettbewerbes im Alter zwischen acht und 19 Jahren haben dabei die Möglichkeit, sich für das Deutschlandfinale der World Robotic Olympiad (WRO) zu qualifizieren. Das findet am 17. und 18. Juni in Schweinfurt unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Ludwig Spaenle statt. Die Besten des Deutschland-Entscheids qualifizieren sich für das Weltfinale im November in Costa Rica. Im vergangenen Jahr hatte sich das Team „Bugless“ vom Josef-Hofmiller-Gymnasium für das Weltfinale in Neu-Delhi qualifiziert und erreichte dort sogar das Halbfinale.

Aus Lego-Elementen wurde die technischen Wunderwerke der einzelnen Teams zusammengesetzt.

Vincent Wenk ist einer von denen, die in der vergangenen Saison Deutschland in Neu-Delhi vertreten durfte. In der Altersklasse „senior“ hatte er zusammen mit Elias Brandstetter und Patrick Schmidhalter einen Roboter gebaut und programmiert, der Müll in eine Recyclinganlage transportieren und in Container einsortieren musste.

Auch heuer hat Vincent zusammen mit Felix Willert und Maxi Lübben die Fachjury mit einem neuen Roboter überzeugt. Die Aufgabe: eine Windturbine bauen. Turbinenmantel, Turbinenkopf und Technologie-Würfel – alles Legosteine, die symbolisch für die technischen Teile stehen – mussten innerhalb von zwei Minuten ineinander und aufeinander gesetzt werden, dass es eine sinnvolle Einheit gab – mit Erfolg: Das Team gewann die Senior-Kategorie (siehe Kasten unten. „Es ist wichtig, dass die Jugend von heute sich an die Entwicklung neuer Errungenschaften macht, sagte Schulleiterin Nicole Storz. „Technik soll begeistern, und Spaß machen. Und sie kann Völker verbinden.“ Diese Meinung vertrat Jury-Mitglied Hans-Martin Hilbig von Texas Instruments.

Die jüngeren Schüler hatten die Aufgabe, einen Roboter zu programmieren, der es schafft, „Wildtiere zu retten“. Viele ehemalige Gymnasiasten, die bereits 2016 ihr Abitur abgelegt hatten, waren beim Wettbewerb mit dabei. Wie etwa die 18-jährige Viki aus Ottobrunn, die bereits im ersten Semester Informatik an der TUM studiert. „Ich interessiere mich schon seit der fünften Klasse für Technik“, erzählt sie. Und damit ist sie ein gutes Beispiel für das, was Hintergrund des Wettbewerbs ist: Kinder- und Jugendliche für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern.                                   Maria Martin


Diese fünf Teams haben es geschafft:

Vier von fünf Qualifizierungsplätzen für das Deutschlandfinale am 17./18. Juni in Schweinfurt gehen an Teams des Hofmiller-Gymnasiums. Altersklasse Elementary (8 bis 12 Jahre): Platz 1: „Kings of Robots“ (90 Punkte), Ludwig Heimerl, Constantin Cornacchia, Jonathan Trebels. Junior (13 bis 15 Jahre): „OnRob“ (240 Punkte): Simon Haller, Ludwig Westermeier, Paul Jonathan Zimmermann. Platz 2: „Phantom“ (220 Punkte), Florian Wenske. Senior (16 bis 19 Jahre). Platz 1: „Bugless“ (90 Punkte): Vincent Wenk, Felix Willert, Maximilian Lübben; Platz 2: „GO ROBOT“ (55 Punkte, Ottobrunn): Almo Sutedjo, Viviana Sutedjo, Martin Kudelka

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