2013 hat die Isar hier bei Achering den Weg eingerissen.

Die Reißende gibt momentan Ruhe

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Landkreis – Als es im Landkreis Freising 2013 zum Hochwasser kam, blieb eine relativ ruhig: die Isar. Die Reißende, die zwischen 1999 und 2005 immer wieder über die Ufer getreten war und den Damm bei Moosburg schon an seine Grenzen gebracht hatte, bereitete dieses Mal keine großen Probleme.

Die Leiterin des Wasserwirtschaftsamts, Silvia Orlamünde, nannte dafür zwei Gründe: den Sylvensteinspeicher, der inzwischen einen sehr guten Schutz biete, und zahlreiche Hochwasserschutzmaßnahmen in den vergangenen Jahren. Vor allem die Ertüchtigung der Deiche, die zwischen 1999 und 2005 geschädigt worden waren, hatte dabei oberste Priorität.

„Das heißt aber nicht, dass nichts mehr zu tun wäre“, betonte Orlamünde. Zug um Zug sollen weitere Deiche auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. Gleichzeitig sollen dabei, wenn möglich, neue Rückhaltekapazitäten geschaffen werden. So werden im Landkreis Freising derzeit zwei große Maßnahmen in Angriff genommen, wie Orlamünde berichtete: Sowohl bei Hallbergmoos als auch südlich von Moosburg werden Deichrückverlegungen vorgenommen. „Die Deiche, die relativ nahe am Ufer liegen, werden nach hinten gelegt, so dass die Isar mehr Platz hat, sich auszubreiten.“

Vor Überflutungen sei man dennoch nie 100-prozentig gefeit, betont die Leiterin des Wasserwirtschaftsamts. „Es kann immer noch zu einem größeren Hochwasser als dem 100-jährlichen kommen. Das liegt nun mal in der Macht der Natur“, sagte Orlamünde. „Und auch gegen den starken Regen können wir noch nichts ausrichten.“ Man müsse davon ausgehen, dass Starkregenereignisse wie in Simbach aufgrund des Klimawandels künftig noch zunehmen.

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