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Seit 50 Jahren glücklich verheiratet sind Renate und Franz Jungwirth. Die ehemalige Pädagogin und der Alt-Bezirkstagspräsident sind vielseitig engagiert.

Renate und Franz Jungwirth feiern Goldene Hochzeit 

50 Jahre verheiratet und immer auf Achse

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Sie sind beide keine Unbekannten in der Domstadt: Renate und Franz Jungwirth. Die ehemalige Pädagogin vom Domgymnasium und der langjährige Bezirkstagspräsident von Oberbayern feiern am Donnerstag Goldene Hochzeit.

Freising – Renate Jungwirth ist eine gebürtige Augsburgerin, die mit ihrer Familie im Jahr 1947 nach Haimhausen im Landkreis Dachau kam und dort lebte: „Mein Vater war damals beruflich nach München orientiert.“ Sie legte im Luisengymnasium in München das Abitur ab und studierte dann Lehramt. Franz Jungwirth lernte sie im Juni 1960 im Zug nach München kennen: „Es war an meinem ersten Abiturprüfungstag“. 1967 wurde geheiratet. Zuerst wohnten die jungen Eheleute in Haimhausen. Im Jahr 1970 zog das junge Paar dann nach Freising, wo 1973 das Eigenheim am Seilerbrückl gebaut wurde. Drei Töchter komplettierten die junge Familie inzwischen. Beruflich fasste Renate Jungwirth Fuß auf dem mons doctus: Von 1968 bis 2004 war sie am Domgymnasium Lehrerin für Griechisch und Latein.

Franz Jungwirths berufliche Karriere ging auch steil nach oben. Nach ein paar Jahren bei der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft (IABG) in Ottobrunn, kam der studierte Volkswirtschaftler Ende der 60er Jahre ans Wirtschaftsministerium und wechselte wenig später an das neugegründete Umweltministerium. Dort machte er sich anfangs vor allem in der Entwicklung der damals noch brandneuen EDV-Thematik einen Namen. 2002 schied er vorzeitig aus dem Ministerium aus, weil er bereits im Jahr 2000 zum Bezirkstagspräsidenten gewählt worden war.

1977 wurde der immer schon politisch engagierte Jungwirth zum CSU-Kreisvorsitzenden gekürt, 1978 zum Kreisrat gewählt und im Kreistag gleich Fraktionsvorsitzender der CSU. Im Gremium blieb er bis 2008. 1982 kam Jungwirth zum ersten Mal in den Bezirkstag und war dann von 2000 bis 2008 dessen Präsident: „Und damit Chef von rund 7000 Beschäftigten.“ Bis 2013 blieb Jungwirth noch Bezirksrat.

Mehrfach wurde er für sein Wirken ausgezeichnet. So ist er unter anderem Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, der kommunalen Verdienstmedaille sowie der Bezirkstagsmedaille in Gold und der Freisinger Stadtmedaille. Letztere bekam er vor allem deshalb verliehen, weil unter seiner Ägide der im Dornröschenschlaf schlummernde Schafhof, der 2001 geschlossen worden war, als internationale Begegnungsstätte für Künstler mit neuem Leben erfüllt wurden sei.

Im Ruhestand frönen die Jungwirths einem gemeinsamen Hobby: dem Reisen. „Wenn auch in letzter Zeit mehr europaweit“ als interkontinental, merkt Renate Jungwirth an, die sich selbst als Lesepatin engagiert. Ihr Gatte Franz ist leidenschaftlicher Hobbyfotograf und -handwerker. „Fast alles, was bei uns aus Holz im Hause steht, hab’ ich selbstgemacht.“ Er ist zudem bei rund 13 Organisationen inner- und außerhalb des Landkreises Freising aktiv, unter anderem im Kuratorium der Bayerischen Philharmonie – und: „Ich bin sogar Waakirchener Gebirgsschütze.“ Außerdem halten acht Enkel die beiden Großeltern auf Trab. Das Geheimnis der Jungwirth’schen Ehe: „Wir haben uns ganz einfach immer gut verstanden. Das verbindet.“

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