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Renommierter Opernkurs an der Musikschule: Luis Weidlich brilliert bei Abschlusskonzert mit Mozart-Arie

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Lang anhaltenden Applaus gab es für Luis Weidlich und Tun-Hsing Tsai am Flügel. Weidlich eröffnete das Abschlusskonzert im Pavillon der Musikschule mit Mozart.
Lang anhaltenden Applaus gab es für Luis Weidlich und Tun-Hsing Tsai am Flügel. Weidlich eröffnete das Abschlusskonzert im Pavillon der Musikschule mit Mozart. © Spanrad

Die Zusammenarbeit der Musikschule Freising und der Münchner Asia-Europe Academy of Music hat sich längst bewährt - Auch diesmal gab es überzeugende Vorführungen.

Freising – Opernliebhaber kamen beim Abschlusskonzert des Opernkurses der Asia-Europe Academy of Music voll auf ihre Kosten. Die Nachwuchssängerinnen und -sänger bereiten sich mit solchen Kursen auf ihre mögliche Karriere in großen Opernhäusern vor. Unter ihnen auch der Freisinger Luis Weidlich.

Seit einigen Jahren schon besteht die sehr fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Münchner Asia-Europe Academy of Music und der Städtischen Musikschule Freising. Kumi Konaga, Vorsitzende der Asia-Europe Academy of Music, organisiert ehrenamtlich diesen Kurs für Operngesang, und die Musikschule stellt eine Woche lang ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Weidlich lobt den Opernkurs: „Sehr wertvoll für meine Entwicklung“

Kumi Konaga dankte Musikschulleiter Odilo Zapf für die Zusammenarbeit und vor allem auch für das „große Engagement“ von Prof. Gerd Uecker (ehemaliger Intendant der sächsischen Staatsoper) und Prof. Michael Gehrke (Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar). Die beiden Experten nahmen die Nachwuchssängerinnen und -sänger eine Woche lang unter ihre Fittiche.

„So ein Kurs ist sehr wertvoll für meine Entwicklung und hat mir sehr viel gebracht. Ich habe mit Prof. Uecker gearbeitet und er hat mir technisch sehr weitergeholfen“, erzählt Luis Weidlich. Er ist froh, dass er bereits ein zweites Mal diesen Kurs besuchen durfte. Der 20-Jährige studiert nach seinem Abitur am Camerloher-Gymnasium in Würzburg Musik für Lehramt am Gymnasium. Im Herbst wechselt er nach München und studiert dann auch noch Operngesang. „Ich danke der städtischen Musikschule und vor allem ihrem Leiter Odilo Zapf, dass der Besuch dieses Kurses möglich geworden ist und hoffe, dass ich den Ansprüchen gerecht geworden bin.“

Weidlich war der Jüngste in dieser Runde von Sängerinnen und Sängern, die aus der ganzen Welt nach Freising gekommen waren. Er eröffnete das Abschlusskonzert im Pavillon der Musikschule mit der „Papagena, Papagena, Papagena-Arie“ des Papageno aus Mozarts berühmter Oper „Die Zauberflöte“. Er bewies nicht nur, dass er mit jungen Jahren schon über eine sehr ausgeprägte Stimme verfügt, sondern er überzeugte vor allem auch mit seiner Bühnenpräsenz. Mit Gestik, Mimik und Bewegung bot er viel fürs Auge und zog damit in wenigen Augenblicken das fachkundige Publikum in seinen Bann. (Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

Andere Sänger überzeugen ebenfalls mit verschiedensten internationalen Arien

Auch die anderen Sängerinnen und Sänger präsentierten sich beim Abschlusskonzert bestens. Sie hatten beispielsweise Arien aus Carl Maria von Webers Oper der „Freischütz“, aus Otto Nicolais „Die lustigen Weiber von Winsor“, Verdis „La Forza del Destino“, Richards Wagners „Tannhäuser“ oder Giacomo Puccinis „La Bohème“ einstudiert. Die Sängerinnen und Sänger profitierten von der perfekten Begleitung durch Tung-Hsing Tsai, Lehrer für Klavier und Korrepetition an der Städtischen Musikschule Freising. Lohn für die Künstlerinnen und Künstler waren nicht nur lang anhaltender Applaus und Lob, sondern auch eine Urkunde aus den Händen von Prof. Uecker.

Künftig keine Kurse mehr im Fach Operngesang: „Finanzmittel reichen nicht mehr“

Ein Wermutstropfen: Aller Voraussicht nach wird es künftig keine Kurse im Fach Operngesang mehr geben, war zu erfahren. Denn Kumi Konaga finanziert sie weitgehend aus privater Tasche und den Mitgliedsbeiträgen der Asia-Europe Academy of Music. „Die Finanzmittel reichen künftig nicht mehr“, bedauert Konaga. „Vielleicht findet sich ein Unterstützer, damit wir weitermachen können.“

Stattfinden wird aber auf alle Fälle der Meisterkurs Klavier in der Woche ab dem 29. August mit dem Abschlusskonzert am 3. September (15 Uhr) im Pavillon der Städtischen Musikschule.

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