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Nicht die schlechteste Art den Rosenmontag zu verbringen: Drei Bands und ein bestens aufgelegtes Publikum bei Klein-Woodstock im Lindenkeller.

Rosenmontag im Lindenkeller

Ein Hauch von Woodstock

Im Fasching ist alles möglich. Da kann sogar das Unterhaus des Lindenkellers zu Woodstock werden. Die richtigen Bands braucht man halt.

Freising – Rosenmontag im Lindenkeller hat Tradition: Rockmusik auf der Bühne, teilweise verkleidetes Publikum vor der Bühne. Unter ein ganz besonderes Motto hatte man den Rosenmontag 2017 gestellt: „Little Woodstock Festival“ war die Überschrift, drei Bands setzten dieses Motto in die Tat um.

Zum Auftakt gleich ein Kracher: Fulminanter Hardrock mit The Anderton Experience.

Los ging’s mit einem echten Kracher: The Anderton Experience huldigte dem Hardrock. Heftig krasse Gitarrenriffs, ein Frontman oben ohne, harte Drums – das alles bereitete den Boden für einen fulminanten Gig, der mächtig eins auf die Ohren gab. Zwischen Metallica und Nirvana, zwischen Iggy Pop und Neil Young bewegte sich die stampfende Drei-Mann-Combo in der Minimalbesetzung einer Rockband. Und am Ende des Faschingsfestes für Headbanger stand die Rock’n’Roll-Version von Johnny Cashs „Ring of Fire“.

Nicht querbeet und auch nicht Hardrock, aber doch Kult – Jingo-Lo-Ba huldigte einzig und allein Santana. Anders als die erste Band des Abends erforderte dieses Konzept eine auch zahlenmäßig große Man- und Womanpower: Die Rhythmus- und Percussion-Abteilung musste den typischen Santana-Sound bewerkstelligen und Backgroundgesang war unbedingt notwendig. Ganz wesentlich freilich hängt der Sound der Latin Rock-Kapelle aus Freisinger Landen, die sich nach einem Song Santanas benannt hat, an dem Sänger und an dem Gitarristen. Denn dem unverwechselbaren Musikgenie des Carlos Santana muss man schon nahe kommen können, um als Tribute-Band durchzugehen. Jingo-Lo-Ba kann das – Dank sei Gitarrenhero Stefan Rosinger und Johannes Goerge am Mikro. Die Fans dankten es der Band, dass sie einen Hauch von Woodstock in den Lindenkeller brachte.

Die Querbeet-Variante der Rock-Cover-Musik gab es dann am Rosenmontag zum Abschluss des Festivals: Mad Doc Brown hieß das Sextett aus heimischen Gefilden, das – und wieder ließ Woodstock grüßen – vor allem den Sixties und Seventies ihr Aufwartung machte. „Always on the run“ – das ist das Motto der Cover-Combo, die schon bei vielen Festivals das Revival der guten alten Zeiten gekonnt zelebrierte.

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