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Geistlicher Gipfelstürmer

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Als Pfarrer war Ernst Friedrich an vielen Orten im Einsatz, doch eine Stadt hatte bei ihm immer einen besonderen Platz im Herzen: Freising. In der Domstadt wurde er kürzlich 85 Jahre alt.

Freising – Eigentlich war er 1951 nur ans Priesterseminar nach Freising gekommen, um zu studieren. Die Stadt aber hat es Ernst Friedrich im Laufe der Jahre so angetan, dass er nach seiner Pensionierung 2003 in die Domstadt zog, um hier seinen Lebensabend zu verbringen. Und hier wurde der Ruhestandspfarrer am vergangenen Freitag auch 85 Jahre alt.

Aufgewachsen ist Ernst Friedrich mit seinen zwei jüngeren Geschwistern Hubert und Rosemarie. Dann traf ihn ein Schicksalsschlag: Seine Mutter, Maria Friedrich, starb in jungem Alter. An die Todesursache kann sich Ernst nicht mehr erinnern. „Dazu war ich damals einfach zu jung“, sagt er. „Doch ich weiß, dass die Mutter von mehreren Krankheiten geplagt wurde.“ Sein Vater Alphons heiratete erneut. Durch die zweite Hochzeit mit Helena Winkelmeier erweiterte sich Friedrichs Familie im Laufe der Zeit noch um fünf Halbgeschwister: Gerhard, Josef, Alphons, Franz und Elisabeth.

Schon früh war für den gebürtigen Traunsteiner klar, dass er Pfarrer werden wollte. „Meine Intention war es, Menschen zu helfen und sie durch die Gottesdienste einander näher zu bringen“, berichtet Friedrich von seiner Motivation. So kam er nach Abschluss des Traunsteiner Gymnasiums ans Priesterseminar auf dem Freisinger Domberg. Dieses schloss er im Jahr 1957 ab und begann sein Wirken als Kaplan, wo er in Rosenheim, Freilassing und München tätig war.

Zwölf Jahre später wurde er Pfarrer. Er wirkte in Germering, in Schliersee und zuletzt in St. Philippus München-Laim, bis er 2003 in den Ruhestand ging. Doch auch danach blieb er aktiv – als Ruhestandspfarrer in Marzling, wo er 2017 sein 60-jähriges Priesterjubiläum feierte.

Friedrichs Hobby war das Bergsteigen. Nicht nur die Alpen, auch die Rocky Mountains hat der 85-Jährige schon erklommen. „Zusammen mit meinen Brüdern habe ich die amerikanische Wildnis erlebt. Es war wirklich atemberaubend“, berichtet Friedrich. „Wir haben in Zelten geschlafen und mussten die komplette Verpflegung mitschleppen.“

Auch bei seiner Geburtstagsfeier hatte der Ruhestandspfarrer die Berge im Blick. Zusammen mit seiner Familie – mit Geschwister, Nichten und Neffen – feierte er am vergangenen Wochenende in Traunstein – bei einem entspannten Kaffeekränzchen.

Von Max Krimmer und Lena Stumpe

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