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Zwei Standorte für Zollings Bahnhof wurden vorgeschlagen. Außerdem könnte die S1 nach Langenbach und Haag fortgeführt werden.

Verkersplaner untersucht 

S-Bahn nach Zolling soll Parkdrama am Freisinger Bahnhof lösen

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Sie soll das Parkdrama am Freisinger Bahnhof lösen: eine S-Bahn nach Zolling. Alte Gleise dahin gibt es schon und dort könnte dann auch ein Pendler-Parkplatz entstehen. Doch es gibt Hürden – womöglich auch in der Bevölkerung.

Freising – Für die Pendler ist es ein tägliches Drama: die Situation am Park- & Ride-Parkplatz am Freisinger Bahnhof. Jeden Morgen beginnt dort ein Kampf um die 962 Stellplätze. 

„Die Fahrt von Freising nach Zolling würde 13 bis 14 Minuten dauern“

Deshalb hat Verkehrsplaner Martin Vieregg untersucht, ob sich der Ausbau der S-Bahn-Strecke über Langenbach, Haag nach Zolling lohnen würde. „Die Fahrt von Freising nach Zolling würde 13 bis 14 Minuten dauern.“ In der Ampertalgemeinde könnte dann ein weiterer Pendler-Parkplatz entstehen. 

Gleise vorhanden - einst fuhr die Hallertauer Lokalbahn über Zolling

Den Ausbau der S-Bahn nach Zolling untersuchte Verkehrsplaner Martin Vieregg (l.). Das Projekt würde zwischen 20 und 40 Millionen Euro kosten – und es wurde kritisch beim ÖDP-Stammtisch diskutiert.

Doch das Projekt birgt Herausforderungen – und beim ÖDP-Stammtisch im Alten Gefängnis äußerten sich Diskutanten auch kritisch dazu.

Zum Teil existiert die Gleisverbindung nach Zolling schon: „Bis 1971 ist dort die Hallertauer Lokalbahn nach Ingolstadt gefahren“, sagte Vieregg. Er hat bereits eine Studie zur Westtangente erstellt. Nun kam die ÖDP-Stadtratsfraktion auf ihn zu wegen der Gleise aus Lokalbahnzeiten: „Heute ist davon noch ein Stummel bis Zolling vorhanden“ – die weiteren Gleise seien schon zugebaut. 

Aber: „Ein rollendes Binnenschiff mit etwa 3500 Tonnen fährt noch zweimal am Tag zum Kohlekraftwerk nach Zolling.“ Wegen des Schwergewichts sind die Gleise „inzwischen total verschlissen“.

„Das ganze Projekt dürfte zwischen 20 und 40 Millionen Euro kosten“

Deshalb gäbe es bauliche Herausforderungen, wenn der Landkreis eine S-Bahnstrecke nach Zolling bauen wollte: der Gleisoberbau müsste erneuert werden, die Amperbrücke vor Haag saniert, am Bahnhof Langenbach müssten neue Weichen und Signale gestellt und ein neuer Bahnsteig gebaut werden. 

Die wohl größte Herausforderung, so Vieregg: Bisher unbeschrankte Bahnübergänge auf der Strecke müssten beseitigt und die Straßen untertunnelt werden. „Das ganze Projekt dürfte zwischen 20 und 40 Millionen Euro kosten“, sagte Vieregg – das sei davon abhängig, wo der Bahnhof in Zolling gebaut werden würde.

„Die Zollinger sind wohl nicht scharf drauf, der Nabel der Welt zu werden“

Er schlug einen Standort nähe des Betonwerks vor und einen östlich des Ortes in der Nähe des Werkkanals. Aber da kritisierte eine Zollingerin: „Da steht doch schon eine Halle.“ Vieregg erinnerte sich: „Aber die könnte man ja abreißen.“ Sein Fazit: „Das Projekt ist weiter untersuchungswert, aber man weiß nicht, welcher Nutzen rauskommt.“ Ob sich die Bürger in Haag und Zolling über einen S-Bahn-Halt freuen würden? 

„Zolling müsste sich eben überlegen, ob es ein S-Bahn-Halt werden oder Dorf bleiben will“

Die Bürgerin kritisierte: „Die Zollinger sind wohl nicht scharf drauf, der Nabel der Welt zu werden“ – sie würde die S-Bahn aber schon nutzen wegen der langen Busfahrzeiten nach Freising. 

Ein weiterer Bürger ergänzte mit Augenzwinkern: „Zolling müsste sich eben überlegen, ob es ein S-Bahn-Halt werden oder Dorf bleiben will.“ ÖDP-Stadtrat Ulrich Vogl kündigte an: „Ich finde, da ist Potenzial in der Sache.“ Er wolle die Studie an die Bürgermeister der Gemeinden schicken.

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