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Immer auf dem Boden: Chris Cronauer hat nach DSDS seinen eigenen Weg gemacht – mit Erfolg.

Interview mit dem Freisinger

Sänger Chris Cronauer: „Bei DSDS kannst du dich nicht verwirklichen“

Freising - Chris Cronauer konnte im Jahr 2015 mehrmals die Jury des Fernsehformats „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) von sich überzeugen. Heute schreibt der Freisinger seine eigenen Songs und feiert Erfolge – nicht nur in Deutschland.

-Wie würdest Du rückblickend die Zeit bei DSDS beschreiben?

Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass das gar nicht meine Welt war, weil es zu viel um die Show ging. Mir geht es aber nach wie vor mehr um die eigene Musik. Bei DSDS kannst du dich als Künstler gar nicht richtig verwirklichen, weil deren Produzenten für dich schreiben. Die Leute verbinden mich immer mit der Sendung, aber das, was ich jetzt mache, habe ich mir komplett selbst erarbeitet.

-Wie ging es danach für Dich weiter?

Ich habe gesagt, ich gehe meinen eigenen Weg und schreibe selbst. Heute habe ich eigene Songs und schreibe für andere Künstler. Dieses Jahr habe ich zum Beispiel eine Tour durch verschiedene Clubs in ganz Deutschland gemacht. Außerdem bin ich derzeit auf zwei Tracks des neuen „Gestört- aber-Geil-Albums“, das in den deutschen Charts auf Platz vier steht.

-Welche Art Musik machst Du jetzt?

Ich mache Deutsch-Pop, mit leichtem Schlageranteil. Aber ich singe auch auf Englisch. In Schweden wurde ich mit der Platinplatte und in Norwegen mit der Goldplatte ausgezeichnet. Ansonsten schreibe ich auch viel für andere, was aber die Leute oft gar nicht mitbekommen.

-Zum Beispiel?

Ich hatte ein Projekt als Songwriter, bei dem ich für DJ Micar an seinem neuesten Lied „Burden Down“ mitgeschrieben habe. Das ist momentan in den deutschen Charts auf Platz 29.

-Heißt das, dass Du auch die Lieder, bei denen Du selbst singst, alle selbst schreibst?

Ich schreibe selbst, aber auch mit meinem Bruder und einem Team aus verschiedenen Leuten. Die meisten Ideen kommen von mir, und wir arbeiten dann mit mehreren Leuten zusammen, um ein maximales Resultat zu erreichen.

-Hast Du Vorbilder?

Ja, die sind aber aus dem englischsprachigen Raum. Chris Brown und Justin Timberlake waren schon immer meine Vorbilder.

-Wie bist Du zur Musik gekommen?

Angefangen habe ich damals bei Kalle Wallner in Attaching mit Gitarrenunterricht. Der war dann auch der erste, der gesagt hat, dass er bei mir ein Talent sieht. Er hat mir auch viel beigebracht, zum Beispiel, wie man Sachen aufnimmt und bearbeitet. Da bin ich ihm bis heute dankbar.

-Wolltest Du schon immer Musik machen?

Ja, im Alter von elf oder zwölf hatte ich schon den Plan, Musiker zu werde. Einige Leute haben mir davon abgeraten, weil es natürlich ein hartes Business war. Deshalb freut es mich jetzt umso mehr, dass es Form annimmt und in eine gute Richtung geht.

-Hast Du auch andere Hobbys?

Momentan habe ich eigentlich sehr wenig andere Hobbys, weil ich so viel Zeit mit der Musik verbringe. Ich würde gerne mehr Sport machen.

-Was ist dein Ziel für die Zukunft?

Ich will weiter Songs schreiben und hoffe, dass das alles gut weiterläuft. Mir ist aber klar, dass das morgen alles vorbei sein kann. Da bin ich ganz realistisch, weshalb ich auch mein Abitur gemacht habe. Momentan studiere ich Popmusik-Design. Damit kann ich noch mehr über die Branche lernen.

Interview: Victoria Stettner

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