Erster Schultag in Bayern
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Corona an vier Schulen in Freising: Vier Klassen sind seit Montag in Quarantäne. 

Vier Klassen sind betroffen

Schüler in Quarantäne: Corona-Infektionen an vier Schulen im Landkreis Freising

  • Helmut Hobmaier
    vonHelmut Hobmaier
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Das Schulleben hat gleich zum Wochenstart einen Dämpfer erhalten: An vier Schulen im Landkreis Freising musste am Montag je eine Klasse wegen Coronafällen vorsichtshalber in Quarantäne geschickt werden.

LandkreisAm Camerloher-Gymnasium Freising, an der Realschule Gute Änger in Freising, an der Imma-Mack-Realschule Eching und am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Freising wurde jeweils ein Schüler oder eine Schülerin positiv auf COVID-19 getestet. Das teilte das Landratsamt Freising gestern mit. Auf Anordnung des Gesundheitsamts Freising musste sich deshalb jeweils die gesamte Klasse bis auf weiteres in häusliche Absonderung begeben. „Die betroffenen Schüler und Eltern wurden bereits über die Schulleitungen informiert“, berichtet Robert Stangl, Pressesprecher des Landratsamts.

Durchmischung der Klassen weitestgehend ausgeschlossen

„Schüler anderer Klassen dieser Schulen können ohne Sorge weiterhin den Unterricht besuchen. Die Schulen haben ein Hygienekonzept, sodass eine Durchmischung der Klassen weitgehend ausgeschlossen werden kann“, betont der Sprecher. Zur Entlastung des Gesundheitsamts und der Schulleitungen würden alle (nicht-betroffenen) Eltern gebeten, von prophylaktischen Anrufen an diesen Stellen abzusehen. Stangl betont: „Eltern können aber versichert sein: Sollten weitere Klassen betroffen sein, werden Gesundheitsamt und Schulleitungen die jeweiligen Kinder und Eltern unverzüglich informieren.“

Das Contact Tracing Team (CTT), das beim Gesundheitsamt angesiedelt ist, ermittelt die Kontaktpersonen der positiv getesteten Kinder. Die Mitschüler und betroffenen Lehrer werden auf das Virus getestet, so das Landratsamt. Nicht alle Lehrer, die die Klassen unterrichtet haben, müssen pauschal in Quarantäne: Das Gesundheitsamt trifft bei jedem Lehrer eine Einzelfallabwägung entsprechend der durch die Ermittlungen des CTT gewonnenen Erkenntnisse. Dieses für Gesundheitsamt und CTT sehr aufwändige Prozedere sei wichtig, um den Unterricht an den betroffenen Schulen so weit wie möglich aufrechterhalten zu können.

Lesen Sie dazu: Trubel an der FOS/BOS Erding: EineSchülerin wurde positiv auf Corona getestet. Obwohl sie Symptome gezeigt hatte, ging sie vor Erhalt ihres Ergebnisses zur Schule.

49 Neuinfektionen binnen einer Woche

Die Zahl der positiven Corona-Befunde ist zuletzt deutlich gestiegen: Binnen einer Woche wurden dem Gesundheitsamt 49 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie wurden 1236 Personen im Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet, wovon jedoch 1143 wieder als genesen und nur 47 als aktive Fälle gelten (Stand Montag, 12 Uhr). Das Landesamt für Gesundheit (LGL) hat gestern keine Neuinfektionen gemeldet und kommt insgesamt auf 1226 Corona-Infektionen – zehn weniger als das Landratsamt. Die Differenz resultiert aus der unterschiedlichen Aktualisierung der Statistik. Fest steht aber: Die Zahl der Coronafälle im Landkreis steigt weiter – und damit auch die 7-Tage-Inzidenz. Das ist die Anzahl der Neuinfektionen binnen einer Woche, gerechnet auf 100 000 Einwohner. Dabei gibt es zwei Warnstufen: 35 und 50. Freising liegt laut LGL aktuell bei knapp 33 – unmittelbar vor der kritischen 35, die im Kreis eine Art Vorwarnstufe auslösen würde: „Dann würde die Koordinierungsgruppe erweitert“, berichtet Robert Stangl, Pressesprecher des Landratsamts, auf Nachfrage. Die Gruppe, die einmal wöchentlich tagt und vor allem aus Vertretern von Hilfsorganisationen besteht, würde um Fachleute der Ärzteschaft und des Klinikums erweitert. Diskutiert würde dann, welche Maßnahmen man ergreifen würde, sollte die 7-Tage-Inzidenz über einen Wert von 50 steigen.

Lesen Sie auch: Corona in Asylbewerberunterkunft: die zweiten Testergebnisse liegen vor. 

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