Die Absolventen des Camerloher-Gymnasiums wurden heuer in drei Gruppen verabschiedet.
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Die Absolventen des Camerloher-Gymnasiums wurden heuer in drei Gruppen verabschiedet.

Ein unvergesslicher letzter Schultag

Schulleiterin richtet bewegende Worte an Camerloher-Absolventen: „Ihr habt gezeigt, wie stark Ihr sein könnt“

Trotz aller Corona-Widrigkeiten können die Schülerinnen und Schüler des Camerloher-Gymnasiums stolz auf sich und ihre Leistungen sein. Eine bewegende Verabschiedung.

Freising - „Jetzt sind wir nicht mehr die Großen, sondern die Ehemaligen. Und jetzt heißt es: Ausprobieren!“ So resümierten die Camerloher-Absolventen Annika Drewes und Leonard Betz in ihrer Abschlussrede. Denn nun war es endlich soweit: Der Abiturienten des Camerloher-Gymnasiums Freising durften ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen und damit in einen ganz neuen Lebensabschnitt starten. 

Trotz sämtlicher Corona-Widrigkeiten war doch eine Meisterleistung von den Schülern erbracht worden, denn mit einem Endschnitt von 1,90 seien das Camerloher laut Schulleitung Andrea Bliese noch einmal deutlich besser als der Landesschnitt gewesen. Das sei ein grandioses Ergebnis, das man nicht mehr Corona in die Schuhe schieben könne, so die Schulleitung. Darunter viermal die Bestnote 1.0 und weitere exzellente Gesamtleistungen würden sie sehr mit Stolz erfüllen, aber auch gerade jene, die viel lernen haben müssen, um das Ruder nochmal herumzureißen. Die Absolvia 2021 sei mit Mut und großer positiver Energie durch die Abschlussprüfungen gegangen, trotz zahlreichsten Entbehrungen wie der traditionellen Rom-Fahrt. Ihre Lehrkräfte hätten dafür weit über die Belastungsgrenzen gearbeitet und sich über alle Maße engagiert, wie auch die Eltern der Abschluss-Schüler. Die eigene Erschöpfung, so Bliese, wurde oft hinten angestellt und dafür danke sie allen Beteiligten von ganzem Herzen.

In einer sehr berührenden Rede umriss Bliese die Höhepunkte der Schullaufbahn ihrer Zöglinge, darunter die Frankreich-Reise im Jahr 2019 und den Besuch der Gedenkstätte für die Kinder von Izieu.

Die Abiturienten seien warmherzige Menschen mit allen Merkmalen, die für ein gelingendes Leben notwendig sind. Denn, so Bliese, wer ein offenes Herz hat, der wird immer Lösungen finden können. Im Gedächtnis bleiben werden ihr unglaublich gute Musiker und überaus engagierte junge Menschen, die sich Gedanken über die Zukunft der Welt machen. Deshalb betonte Blies auch eindringlich: „Lasst euch nicht einreden, die Corona-Generation sei eine verlorene Generation! Ihr habt bitter verzichten müssen, aber ihr habt gezeigt, wie stark ihr sein könnt!“ Zudem gab’s einen Ratschlag für die Eltern: „Lasst Eure Kinder getrost los, sie können das!“

Überaus charmant präsentierten aber auch Drewes und Betz ihre Abschluss-Rede. In einer überaus gelungenen Rückschau nahmen sie die Widrigkeiten des digitalen Beschulens aufs Korn. Ganz bewusst haben die Absolventen das Motto „We feel good“ gewählt, denn für sie alle war das Camerloher von Anfang an eine Wohlfühl-Oase zur Stärkung ihrer Talente gewesen. Weil ja die Rom-Reise hat ausfallen müssen wegen Corona, gab es eben einige Fotomontagen - beispielsweise die Schüler vor dem Kolloseum. Doch jetzt heiße es Abschied nehmen, für viele Absolventen noch eine vage Zustandsbeschreibung. Zu spüren war allerdings die enorme Dankbarkeit für ihre Lehrer, die alles getan haben, um sie heil durch die Pandemie zu lotsen. Das Camerloher, so Drewes und Betz, sei eine außergewöhnliche Schule, die mit keiner anderen vergleichbar sei. Die Atmosphäre und vor allem das Miteinander im Schulalltag, so Drewes, seien ganz und gar einzigartig.

Der festliche Abschluss wurde vom Camerloher in drei Teile gesplittet, sodass jeder Absolvent bis zu vier Angehörige mitnehmen konnten – die sich mit tosendem Applaus verneigten vor den Leistungen aller Beteiligten.

Richard Lorenz

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