Rahmenplanung vorgestellt

Schulzentrum in Freising wird zum Millionen-Puzzle

Freising – Es war der Startschuss für eine Planung, die bis zum Ende ihrer Umsetzung den Landkreis gut und gerne zehn Jahre beschäftigen und auch viel, viel Geld kosten wird. Ab sofort wird es ernst mit der Erneuerung des Schulzentrums in Freising Nord.

Der Schulausschuss hat am Donnerstag einstimmig die Vorgaben für die Rahmenplanung des Schulzentrums an der Wippenhauser Straße in Freising zur Kenntnis genommen und die weitere Prüfung und Bearbeitung in Auftrag gegeben. Und es gibt viel zu prüfen.

Eine Vorentscheidung zu dem, was da den Kreisräten als erster Entwurf, als Ideen- und Materialsammlung vorgelegt wurde, war bereits im Dezember 2013 gefallen. Damals hatte der Kreistag beschlossen, auf dem Gelände des ehemaligen Hochschulsportplatzes an der Wippenhauser Straße die neue Berufsschule zu bauen. Das Projekt, das laut vorsichtiger Terminplanung 2019 starten könnte, hat Folgen und bietet Chancen für das Schulzentrum im Freisinger Norden.

Denn ist erst einmal die neue Berufsschule fertig (Ende 2021), wird die alte abgebrochen. Und dann kommen all die anderen Schulen zum Zug: Die Fachoberschule hat einen Raumbedarf von 3800 Quadratmeter Geschoßfläche, die Wirtschaftsschule braucht 1300 Quadratmeter mehr Fläche. Außerdem benötigen Berufsschule, FOS/BOS und Wirtschaftsschule fünf Sporthalleneinheiten. Weil nur drei Einheiten in der bestehenden Halle vorhanden sind, und man für die Zukunft gerüstet sein will, wird man also eine neue, zusätzliche Dreifachturnhalle bauen müssen. Zu planen sind auch Freisportflächen, wobei die Größe des Areals schon erahnen lässt, dass man die benötigten 14 500 Quadratmeter nicht wird anlegen können.

Außerdem auf der Wunschliste: eine Mittagsversorgung. Untersucht werden soll, ob und wie eine gemeinsame Mensa für alle drei Schulen realisiert werden kann: Wird es ein freistehendes Gebäude? Wird die Mensa in die Berufsschule integriert? Oder gibt es eine zentrale Großküche mit Speisesaal in jeder Schule? All das sind Fragen, die ebenfalls noch zu klären sind.

Außerdem muss man prüfen, ob und wo es ein Hausmeistergebäude geben wird. Zudem muss man an Wohnmöglichkeiten für Schüler denken, die im Blockunterricht die Berufsschule besuchen und für mehrere Wochen auf Mietbasis dort unterkommen könnten. Und dann hat man noch die Errichtung eines Kindergartens im Hinterkopf – auch wenn der nicht Teil der jetzt beauftragten Rahmenplanung ist.

Die Kreisräte stimmten zu, die Rahmenplanung erarbeiten und all die Projekte auf ihre Realisierbarkeit hin überprüfen zu lassen. Die Kosten, nach denen Rupert Popp (FW) fragte, könne man beim besten Willen noch nicht benennen, sagte Landrat Josef Hauner. Aber wenn man bedenke, dass die Schule samt Turnhalle im Steinpark die Stadt Freising rund 60 Millionen Euro kosten werde, und wenn man die Preissteigerungen in den kommenden zehn Jahren ins Kalkül ziehe . . . 

Rubriklistenbild: © dpa

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