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Einen interessanten Tag erlebten die Teilnehmer des Bildungszentrums-Seminars im Viva Vita. 

Seminar „Mittendrin statt nur dabei“ in Freising

Gemeinsamer Blick über den Tellerrand

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Freising, so denken alle, liegt in der Peripherie von München. Doch was, wenn man die Sichtweise ändert? Was, wenn München die Peripherie von Freising ist? Das war nur ein neuer Standpunkt für die Stadtentwicklung, wie er bei einer Veranstaltung am Samstag eingenommen wurde.

Freising – Die Stiftung Bildungszentrum der Erzdiözese hatte sich vom Domberg hinab begeben und ins Viva Vita geladen. „Mittendrin statt nur dabei“ heißt die ganztägige Veranstaltung, die sich um Mittelstädte (wie Freising) im Spannungsfeld zwischen Metropole (wie München) und Land drehte.

Hochkarätige Professoren, Geographen, Stadtentwickler und Planer lieferten viele Impulse. Stadtbaumeisterin Barbara Schelle war ebenso dabei wie Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher. Der, so sagte er beim Abschlussgespräch mit der Stiftungsdirektorin Claudia Pfrang, habe einen „wahnsinnig interessanten Tag“ erlebt und nehme viele neue Aspekte mit in die Zukunft.

Das Veranstaltungsformat mit diversen „DenkRäumen“, bei denen man stündlich wechselnde Impulse bekam, habe er inspirierend gefunden. Geradezu „sensationell“ sei aber die Zusammenfassung der Ergebnisse in Form von „graphic recording“ durch Brigitte Seibold gewesen – große, mit Sprechwolken und Denkblasen gestaltete Poster. Vor allem, so Eschenbacher: Der Tag mit Referaten und Vorträgen habe mal wieder den Blick über den Tellerrand hinaus geöffnet. Und das sei wichtig.

Die Frage von Pfrang, wie denn der OB das Verhältnis zu München beurteile, beantwortete Eschenbacher so: Da habe sich in den vergangenen Jahren schon etwas getan. Sein Münchner OB-Kollege Dieter Reiter sei bestrebt, das Umland besser einzubinden als bisher und er sei sich bewusst, dass man in vielen Bereichen zusammenarbeiten müsse. Das hätte früher beginnen müssen, so Eschenbacher, aber: „Besser spät als nie“. Zu den für Außenstehende oft langwierig wirkenden Entscheidungsprozessen merkte der Freisinger OB an, dass manche Entwicklung zeigten, wie schwierig es sei, „eine schnelle und gleichzeitig nachhaltige Entscheidung zu treffen“.

Und so waren alle Teilnehmer – auch Neufahrns Rathauschef Franz Heilmeier – von dem Tag angetan. Grünen-Stadträtin Charlotte Reitsam hatte allerdings ein Wort vermisst: Flughafen.

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