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„Liebeserklärung an die Heimatstadt: Rosi Strasser hat mit ihrem Freising-Blog Riesenerfolg.

Witzig und informativ

“Servus Freising“: Bloggerin wird zum Internet-Hit

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Sie schreibt seit rund einem Jahr im Internet über Freising und schart damit immer mehr Fans um sich. Nur für einen Beitrag von Rosi Strasser hat sich „keine Sau“ interessiert.

Freising – Er ist, so schreibt sie, „meine ganz persönliche Liebeserklärung an meine Heimatstadt“. Er – das ist der Blog „Servus Freising“. Sie – das ist Roswitha Strasser. Und: Rosi, wie sie genannt wird, ist von dem Erfolg ihres Blogs selbst am meisten überrascht. Dabei formuliert die 51-Jährige ein Geheimnis ihres Erfolgs doch selbst: „Das ist ein Gute-Laune-Blog“.

Über 1000 Menschen lesen jeden Artikel

Seit Dezember 2017 sagt Roswitha Strasser also „Servus“, schreibt über Freizeit und Aktivitäten, über Tagesausflüge und Wochenendtrips, über das kulinarische Freising und viele Dinge, die sie so erlebt. Stress macht sich Strasser nicht, der Blog „Servus Freising“ ist ihr Hobby. Doch weil mittlerweile zwischen 1000 und 1300 Facebook-User jeden ihrer Artikel aufrufen, weil sie auch auf Pinterest und Instagram vertreten ist, recherchiert Strasser gewissenhaft. Vor allem: Was sie schreibt und über was sie schreibt, das soll „einen Nährwert haben“. „Ich will Tipps geben und Wissen vermitteln, nicht bloß irgendeinen Blödsinn schreiben“, beschreibt sie ihren Ehrgeiz.

Hat schon viele Fans: Roswitha Strasser.

Auch wenn manche Themen nicht so gut ankommen („Für meinen Beitrag über Bratislava hat sich keine Sau interessiert“), trifft Rosi Strasser doch in den allermeisten Fällen voll ins Schwarze. Ob das die Alpakawanderung in der Hallertau ist oder ein Porträt von Antjes Klimperkasten, ob das Fräulein Lose oder die Klinikclowns sind, die sie vorstellt, ob sie über Shindo Yoshin Ryu schreibt oder über einen Spaziergang im Weltwald – die Aufmerksamkeit ist ihr sicher. Und das ist nur allzu verständlich. Denn Rosi Strasser schreibt frisch und locker von der Leber weg. Ihre Texte sind amüsant, toll zu lesen, alles, nur nicht 08/15. Und sie schreibt „nur über Dinge, die die Leute nachmachen können“, formuliert sie ihr Credo.

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Die Fotos machen die meiste Mühe

Dabei erfordert das Schreiben selbst den geringsten Zeitaufwand, erzählt Strasser. Was wirklich Zeit kostet, das sind die Fotos (die zum Teil ihr Mann Thomas Strasser macht) und vor allem die Beantwortung aller Fragen, die sie über die diversen sozialen Medien oder über Mail erreichen. „Und das sind nicht wenige“, betont Strasser. Die Leute wollen wissen, was man am kommenden Wochenende machen könnte, oder sie beschweren sich, weil ein Besuch am Eibsee ja nichts mit Freising zu tun habe. Aber das kann Rosi Strasser gut kontern: Deshalb heiße ihr Blog ja „Servus Freising“, weil „Servus“ auch einen kurzen Abschied von ihrer Heimatstadt bedeuten kann. „Das erlaube ich mir, da lasse ich mich nicht einengen“, betont die Bloggerin, die sich auch durch das Kinderbuch „Tekalomba“ Anfang 2017 einen Namen gemacht hat.

Die Tochter hat sie auf die Idee gebracht

Die Leser und Fans ihres Blogs kommen zwar zum Großteil schon aus dem Landkreis, aber es seien auch viele Münchner dabei und Menschen aus Norddeutschland. „Die finden die Bilder von Bayern so schön und unseren Dialekt so süß“, erzählt Strasser – die ehrlich gesagt manchmal gar nicht weiß, was sie denn wieder in einem angeblich so furchtbar herrlichen Bairisch geschrieben habe.

Zur Bloggerin geworden ist die Mutter von zwei Kindern, als sie an Allerheiligen im Jahr 2017 zusammen mit ihrer Tochter bei der Gräbersegnung war und da ein bisschen über Freising philosophiert hat. Ihre Tochter habe sie dazu ermuntert, über Freising zu schreiben, einen Freising-Blog zu machen. Heute, 14 Monate später, ist „Servus Freising“ für viele ein wichtiger Impulsgeber, der Ideen liefert und den Blick für die Schönheiten und Besonderheiten von Freising öffnet. Eine Liebeserklärung eben.

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