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Das FMZ in Attaching dümpelt vor sich hin. 

Kampf gegen den Leerstand

Das Ende des Attachinger Dornröschenschlafs: So geht es mit dem Gewerbegebiet weiter

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Endlich: Jetzt soll ein Gesamtplan dazu führen, dass das Attachinger Gewerbegebiet wiederbelebt wird. Die ersten Schritte sind klar.

Freising/Attaching – Das Fachmarktzentrum (FMZ) dümpelt vor sich hin, der Praktiker bei Attaching steht seit Jahren leer. Weil der Investor, die Ariston GmbH, immer wieder neue Pläne und Planungen für das Gewerbegebiet vorgelegt (und wieder aufgegeben) hatte, weil aber auch die Stadt will, dass das Areal zu neuem Leben erweckt wird, will man jetzt für die Zukunft des Areals eine große Gesamtplanung auf die Beine stellen.

Das ist bisher passiert

Erster Schritt: ein Strukturkonzept, das auch die östlich und nördlich angrenzenden Flächen in die Überlegungen miteinbezieht. Im Planungsausschuss wurde den Stadträten am Mittwoch nicht nur erläutert, wie man weiter vorgehen will, sondern auch noch einmal kurz dargelegt, was in den vergangenen Jahren dort geschehen ist. 2015 sei die Ariston mit der Absicht auf die Stadt zugekommen, das „schwächelnde“ Gewerbegebiet zu revitalisieren, so Stadtbaumeisterin Barbara Schelle. Ein erster Projektträger, für den man den ehemaligen Praktiker umbauen wollte, sei dann aber doch wieder abgesprungen, das Gebäude wurde vorübergehend als Flüchtlingsunterkunft hergerichtet. Kurz danach habe die Ariston neue Pläne vorgelegt, die dieses Mal auch das FMZ umfassten. 

Das Problem, wie es Schelle darlegte: Die Nutzungsdichte wäre extrem hoch gewesen, das angebotene Sortiment höchstwahrscheinlich innenstadtrelevant. Daraufhin hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Innenstadtrelevanz des Sortiments überprüfen sollte. Das Ergebnis dieses Gutachtens liegt nun vor: Das Gewerbegebiet sei zwar gut erreichbar, aber „städtebaulich nicht integriert“. Die Ansiedlung eines Bau- und Gartenmarkts sei zwar möglich und zulässig, würde man aber eine Bauleitplanung initiieren, würde der Geschäftsmix im FMZ seinen Bestandsschutz verlieren und wäre so nicht mehr zulässig, sei er doch eine Gefahr für die Geschäfte in der Innenstadt. Die Folge wäre, dass die Stadt nach Aussage der Regierung die Zuschüsse aus der Städtebauförderung verlieren würde.

Ariston und Haslberger ziehen mit

Als man dieses Resultat dem Investor mitteilte, habe dieser seine bisherigen Planungen zurückgezogen, berichtete Schelle. Und deshalb werde man jetzt einen anderen Weg einschlagen: Man werde nicht nur für die Flächen, auf denen das FMZ und der ehemalige Praktiker stehen, sondern auch für das umliegende Gebiet, für das es von Grundstücksinhaber Franz Haslberger beispielsweise schon einmal den Antrag auf Errichtung eines Hotels gab, eine Gesamtplanung erstellen. Erster Schritt dahin sei die Erarbeitung eines Strukturkonzepts, das bis Jahresende vorliegen und dann mit den beteiligten Eigentümern besprochen werden soll. Sowohl die Ariston GmbH als auch Grundstückseigentümer Franz Haslberger hätten bereits ihre Bereitschaft signalisiert, diesen Weg mitzugehen.

Liegenschaftsreferent Ulrich Vogl (ÖDP) begrüßte dieses Vorgehen: Schließlich gingen der Stadt in den Clemensängern allmählich die Gewerbegrundstücke aus. Und es sei besser, dieses Gewerbegebiet bei Attaching neu zu entwickeln als ein neues mit weiterer Flächenversiegelung auszuweisen.

Das ist die ganze Geschichte: Dilemma um Einkaufszentrum: Das Siechtum des FMZ in Freising-Attaching

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