Personal passt auf: Bademeister Richard Rothkopf ist zufrieden mit der Disziplin der Badegäste.
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Personal passt auf: Bademeister Richard Rothkopf ist zufrieden mit der Disziplin der Badegäste.

Sehnsucht nach dem kühlen Nass

Viele Besucher im Freisinger Bad: So verliefen die ersten schönen Tage im fresch

  • Magdalena Höcherl
    vonMagdalena Höcherl
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Nach der Corona-Pause: Frühsommerliche Temperaturen locken bereits viele Besucher ins fresch – und die Regeln werden im Freisinger Bad eingehalten.

Freising – Viele Familien und vor allem Kinder haben sehnsüchtig darauf gewartet: Am gestrigen Freitag, am letzten offiziellen Tag der Pfingstferien, herrschte in Freising mit 24 Grad und strahlendem Sonnenschein endlich optimales Badewetter. Im fresch wurde das ausgenutzt: Schon vor 12 Uhr Mittag marschierten gut 200 große und kleine Gäste durch das Drehkreuz am Eingang, berichtet Bäderbetriebsleiter Alexander Frederking.

Nachdem das neue Freisinger Erlebnisschwimmbad im Frühjahr 2019 eröffnet wurde, musste es ab 15. März dieses Jahres aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Seit vergangenem Montag, 8. Juni, ist der Badespaß in Bayerns Bädern nun wieder erlaubt. Doch erst jetzt am Freitag spielte auch das Wetter mit. „Die letzten Tage hat es uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Frederking. „Da waren nur die Hartgesottenen da, im Schnitt etwa 70 bis 150 Leute.“ Am gestrigen Freitag dagegen seien viele Familien mit Kindern ins Bad am Rabenweg gekommen. 

Rutschen, planschen, Spaß haben: Bei strahlendem Sonnenschein war am Freitag schon einiges los im Freisinger fresh. Besonders Familien mit Kindern nutzten den letzten Tag der Pfingstferien.

Für heute, Samstag, rechnet der Bäderleiter mit ähnlich vielen Gästen, ehe der Wetterbericht für Sonntag nur mehr 17 Grad, bedeckten Himmel und 90 Prozent Regenwahrscheinlichkeit meldet. Trotz der nahezu sommerlichen Temperaturen sei am Freitag ein regelrechter Ansturm jedoch ausgeblieben. Wie üblich seien viele zu Beginn der Saison eher vorsichtig. „Oft muss es erst drei Tage schön sein, ehe die Besucher kommen“, berichtet Frederking.

Registrierungsformular daheim ausfüllen

Was wünschenswert sei, damit es am Einlass für alle schneller geht: „Wer einen Drucker hat, sollte das Registrierungsformular am besten schon ausgefüllt mitbringen.“ Die Vorlage dafür gibt es unter www.fresch-freising.de. Begrenzte Zeiten gibt es für den Freibadbesuch in Freising nicht. „Wir haben keine Limits“, sagt Frederking. Am Rabenweg gebe es genug Personal, um die Anlage zwischendurch zu reinigen und desinfizieren. Andere Bäder hätten die Öffnungszeiten in mehrere Slots unterteilt, an deren Ende das Bad jeweils geräumt und dann für eine gewisse Zeit geschlossen werde, um verschieden Hygienemaßnahmen durchzuführen. „Das macht teilweise bis zu vier Stunden am Tag, während derer das Bad geschlossen ist“, sagt Frederking. Im fresch sei das glücklicherweise nicht notwendig. 

Ab ins Wasser: Am Sprungturm gelten, wie überall, die Abstandsregeln.

Im Schnitt dauere ein Aufenthalt im fresch zwei bis drei, zum Teil vier Stunden, die Besucher würden sich gut verteilen. Nach der Corona-Regelung dürfen sich aktuell bis zu 620 Personen gleichzeitig auf dem Areal aufhalten. „Da haben wir momentan noch Luft“, sagt Frederking.

Bislang keine Beschwerden über Regeln

Unter den bisherigen Besuchern sei die Stimmung gut. „Die Sehnsucht nach Freibad ist da.“ Daran würden auch die Einschränkungen zum Infektionsschutz nichts ändern. Im Eingangsbereich herrscht Maskenpflicht, auf der Liegewiese hat jeder Badegast 20 Quadratmeter Platz. „Außerdem erinnern zahlreiche Hinweisschilder an Abstands- und weitere Regelungen“, sagt Frederking. „Das klappt im Moment alles sehr gut. Ich habe auch noch keinen gehört, der sich beschwert hat.“ Er betont: „Wenn wir uns jetzt nicht an die Regeln halten, gibt es vielleicht wieder mehr Einschränkungen.“ Daher sei es sinnvoll, dass alle nach den Regeln spielen würden. „Dann können wir uns in Zukunft über weitere Lockerungen freuen.“

Vereinssport und Kurse müssen noch warten

In diesem Zusammenhang hofft Frederking darauf, dass auch der Hallenbereich des fresch so schnell wie möglich wieder den Betrieb aufnehmen kann. „Der Vereinssport hängt noch in der Luft“, außerdem wäre es bald nötig, dass sowohl das Bad selbst als auch die Wasserwacht wieder Schwimmkurse anbieten könnten.

Frederkings Fazit nach fünf Tagen Freibadbetrieb während Corona: Für das Personal sei es zwar „unglaublich belastend“, alle Regeln umzusetzen und an alles zu denken, sagt Frederking. „Aber nach zwei Monaten Schließung überwiegt die Freude definitiv.“

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