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Beinahe bis auf den letzten Platz gefüllt war die Sporthalle der Karl-Meichelbeck-Realschule: Das Sommerkonzert war ein Riesenerfolg.

Sommerkonzert der Karl-Meichelbeck-Realschule

Ein Potpourri der Überraschungen

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Ein volles Haus, Riesenapplaus, ein Appell an das Miteinander aller Menschen und eine musikalische Überraschung für Konrektor Helmut Attenberger, der in Ruhestand geht: Das Sommerkonzert der Karl-Meichelbeck-Realschule steckte voller Überraschungen.

Freising – Die Klassiker des Swing, des Rock und der Moderne standen heuer auf dem Programmzettel der 180 mitwirkenden Schüler sowie der Lehrerband „Frontalunterricht“. Die Big-Band (Leitung: Jürgen Wüst) überzeugte etwa mit „La vie en Rose“ und dem Klassiker „Pennsylvania 6-500“. Und es wurden Hits wie „Lemon Tree“ vom Kleinen Chor stimmsicher interpretiert und „Tage wie Diese“ einfühlsam vom Vokalensemble (Leitung aller Chor-Ensembles: Ursula Lutz) auf die Bühne gebracht.

Der Rock- und Pop-Chor stand dem mit seiner Leistung in nichts nach – wie man etwa bei „Shape of you“ von Ed Sheeran hörte. Dazwischen hatte Jürgen Wüst mit dem Streicherensemble Traditionals wie Bobby Shaftoe oder den „Basque Dance“ meisterlich umgesetzt – ebenso wie später den Ohrwurm „Ma Bonnie“ und eine Polka. In die Pause führte die Integrationstanzgruppe Samira (Leitung: Eva Lesser und Martin Kling) – unter anderem mit perfektem Hip-Hop-Choreos zu „Pyres of Vanarasi“ von der Gruppe „30 Seconds to Mars“. Als Band ließ „Samira“ die Zuhörer mit „Don’t let me down“ und „Human“ mitwippen.

Aber auch der Klassik wurde in der voll besetzten Sporthalle der Schule meisterlich Tribut gezollt. Noch vor der Pause ließ sich das Bläserensemble mit zwei Menuetten hören. Beim Waldhorn-Menuett von Mozart und dem Prelüde von Charpentier bewies dann das Blechbläserensemble, was es kann. Beide Gruppen hatte Jürgen Wüst unter seinen Fittichen.

Die Big-Band, die sich gerade wieder neu formiert, überzeugte mit einfühlsamem Glenn-Miller-Sound.

Ein Höhepunkt war der Rap über den Krieg in Syrien, den die beiden unbegleiteten Flüchtlinge Deeb Dahkpoul und Ali Muhammad, beide an der Paul-Gerhardt-Schule, mit großer Leidenschaft über die Bühne brachten – und dafür mit tosendem Applaus belohnt wurden.

Gänsehaut-Momente aber gab’s noch einige: Beim Song „Imagine“ von John Lennon zeigten die Mitglieder des Großen Chors mit Schildern, welcher Nationalität sie sind – und das waren rund 20 verschiedene. Als die Schilder umgedreht wurden, stand zu lesen, welchen Religionen die Schüler angehören. Diese Statements waren gleichzeitig die Botschaft des Abends: „Wir sind alle eine große Gemeinschaft auf der Welt.“

Der nächste Höhepunkt: Die 10 G bedankte sich bei Ursula Lutz für die vielen Jahre gemeinsamer Chorarbeit: mit Blumen und einem Potpourri aus dem Musical „Mamma Mia“, das Abschluss-Schülerin Felicia Gnädinger und Lehrerin Eva Lesser mit den Sängern einstudiert hatten.

Nachdem die Lehrerband „Frontalunterricht“ mit „99 Luftballons“ von Nena und „Knockin’ on heavens door“ eigentlich den Schlusspunkt des Abends gesetzt hatte, gab’s noch eine besondere Zugabe. Denn es galt, Helmut Attenberger Adieu zu sagen. Der Konrektor hatte 30 Jahre an der Schule unterrichtet und geht in Ruhestand. Was gab es da für eine bessere Verbeugung der Lehrerband als „Simply the Best“ von Tina Turner. Riesenapplaus zum Schluss – und versteckte Tränen der Rührung.

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