Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger
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Eine Hand am Smartphone, die andere am Lenkrad: Das geht gar nicht – und deshalb geht die Polizei dagegen vor.

Sonderkontrollen der Polizei

Beim Lenken nicht ablenken lassen

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Wie angekündigt, ließ das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord, zu dem auch die Inspektionen im Landkreis gehören, die Beamten im Streifendienst als auch bei Sonderkontrollen verstärkt auf abgelenkte Autofahrer achten.

Landkreis – Dabei rangierte Telefonieren am Steuer klar auf Platz eins. Und: Es gab im Aktionszeitraum auf der A 92 bei Hallbergmoos einen schweren Unfall, weil der Fahrer zu lang auf’s Navi geschaut hatte.

Polizeihauptkommissar Jürgen Weigert vom Präsidium in Ingolstadt blätterte in der Bilanz: „Bei 62 mehrstündigen Sonderkontrollen waren die Polizeiinspektionen auch von Kräften der Bereitschaftspolizei aus Dachau und München unterstützt worden. 541 Beamte nahmen an der Aktion teil.

Weigert: „Wie nicht anders zu erwarten, war die verbotswidrige Benutzung des Mobiltelefons während der Fahrt der am häufigsten geahndete Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung.“ 1130 Verkehrsteilnehmer ließen sich durchs Handy ablenken: „Sie gefährdeten dadurch sich und andere.“ Jeder einzelne davon bekommt einen Bußgeldbescheid (derzeit 60 Euro plus einem Punkt im Flensburger Fahreignungsregister), der verkehrserzieherische Wirkung entfalten soll. wie etwa ungesicherte Ladung im Fahrzeugraum, wozu auch Haustiere zählen können, führten in gravierenden Fällen ebenfalls zur Ahndung mit einem Bußgeld.

Im Zuge der Kontrollaktivitäten wurden neben dem Themenfeld „Ablenkung“ auch zahlreiche andere Verstöße gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen festgestellt. Insgesamt wurden so 2446 Verkehrsteilnehmer beanstandet. In 22 Fällen wurde Strafanzeige erstattet, da sich bei der Kontrolle entsprechende Verdachtsmomente etwa wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch, Trunkenheit und dergleichen ergeben hatten.

Dass Ablenkung ein Dauerthema ist, belegen ein Verkehrsunfall im Aktionszeitraum, „die sich bei entsprechendem Verlauf auch noch dramatischer hätten entwickeln können“, berichtet Jürgen Weigert. Ein 79-jähriger Mann aus dem Landkreis prallte mit seinem Auto auf der A 92 gegen den Fahrbahnteiler der Anschlussstelle Hallbergmoos, weil er zuvor zu lange auf das Navigationsgerät geschaut und deshalb zu spät den Fahrstreifen gewechselt hatte. Der Mann wurde zum Glück nur leicht verletzt, der Pkw allerdings musste abgeschleppt werden.

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