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Zusammen sicher in die Zukunft: Sparkasse Freising fusioniert mit Moosburg - im zweiten Anlauf

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Von: Helmut Hobmaier

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Die Sparkasse Freising
Die Sparkasse Freising fusioniert mit Moosburg. © Lehmann

Jetzt läuten doch noch die Hochzeitsglocken: Die Sparkassen Freising und Moosburg fusionieren. Im zweiten Anlauf.

Freising - Es ist eine reine Vernunftehe: Die beiden Geldhäuser glauben, die anhaltende Niedrigzinsphase gemeinsam besser überstehen zu können. In den Jahren 2017/18 stand man schon kurz vor dem Zusammenschluss. Dann allerdings platzte der Deal überraschend. Nun also ein neuer Anlauf: Für die – vergleichsweise kleinen – Sparkassen ist es seitdem wegen der extrem niedrigen Zinsen und immer anspruchsvolleren Regulatorik nämlich nicht einfacher geworden, vernünftig zu wirtschaften.

Vorstandsvorsitzender Johann Kirsch: „Wir wollen es wagen“

Die Verwaltungsräte der Sparkasse Freising und der Stadt- und Kreissparkasse Moosburg Isar haben sich daher vergangene Woche „einstimmig darauf geeinigt, ein Konzept für eine leistungsstarke Sparkasse in der Region zu erarbeiten“, wurde am Donnerstag mitgeteilt. Der Freisinger Vorstandschef Johann Kirsch: „Wir wollen jetzt diesen Schritt wagen, und wir sind zuversichtlich, dass es gelingt.“ Ziel sei es, „eine regionale Sparkasse mit starker Kundenorientierung und guten Zukunftsperspektiven zu schaffen“.

Eine bessere Basis für fällige Innovationen

Die Geschäftsgebiete der beiden Sparkassen liegen im Landkreis Freising. „In diesem starken Wirtschaftsraum bietet es sich an, einen gemeinsamen Weg einzuschlagen“, teilte die Sparkasse Freising mit. Beim Zusammenschluss der beiden Sparkassen entstehe ein Institut mit einer Betriebsgröße von rund drei Milliarden Euro. Mit dieser Betriebsgröße reihe sich die neue Sparkasse im stabilen Mittelfeld der bayerischen Sparkassen ein, heißt es in der Erklärung der Sparkassen. Eine stabile betriebswirtschaftliche Basis ermögliche der neuen Sparkasse „erforderliche Investitionen in Zukunftsfelder, eine schnelle Umsetzung von Innovationen zum Nutzen der Kunden und eröffnet zudem den Unternehmen und Menschen in der Region zusätzliche Möglichkeiten, zum Beispiel bei komplexeren Finanzierungen oder der individuellen Vermögensberatung.“

Was noch fehlt, ist das positiven Votum aller Gremien und kommunalen Vertretungen (Landkreis sowie die Städte Freising und Moosburg). Gibt es hier Grünes Licht, wovon auszugehen ist, streben die beiden Sparkassen den Zusammenschluss im Sommer 2022 an. Am 1. Juni soll der Zusammenschluss perfekt sein.

Sparkassen-Chef: Alle Beschäftigten „finden ihren Platz“

Wie der Freisinger Vorstandschef Johann Kirsch betonte, würden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der neuen Sparkasse „ihren Platz finden“. Während sich in der Betreuung der Kunden mit der Fusion nichts ändern werde, gebe es allerdings betriebliche „Durchmischungen“, weil Bereiche zusammengelegt würden. So werden künftig auch Freisinger Mitarbeiter in Moosburg tätig sein –und umgekehrt. Kirsch betont, dass mit der Fusion keine Schließung einer Geschäftsstelle verbunden sei. Auch die Hauptstellen blieben unverändert. Mit dem Zusammenschluss würden aber „neue berufliche Perspektiven geschaffen und Arbeitsplätze in der Region gesichert“.

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Die 2017/18 gescheiterten „Koalitionsverhandlungen“ werden jetzt also wieder aufgenommen, „weil sich die Herausforderungen für die Banken weiter erhöht“ hätten. „Wenn zwei leistungsstarke Partner ihre Kräfte und ihre Kompetenzen bündeln“, hoffen die beiden Hochzeitspartner, entstünden Vorteile für die Region, die Kunden, die Mitarbeiter – „aber auch für den dauerhaften Erhalt der regionalen Sparkasse“.

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