Vorstand Johann Kirsch blickt auf ein erfolgreichesJahr 2011 zurück.

Sparkasse Freising: Spitzenzahlen zum Jubiläum

Freising - 175 Jahre Sparkasse Freising - das wird 2012 groß gefeiert. Die Bilanzzahlen für das Jahr 2011, die Vorstandsvorsitzender Johann Kirsch am Montag präsentierte, stehen dem nicht im Wege.

Das Wort „Krise“ ist in der jüngsten Vergangenheit stark strapaziert worden: Finanzkrise, Wirtschaftskrise, jetzt die Schulden- und Euro-Krise - „da jagt eine Krise die andere“, sagte Bank-Chef Johann Kirsch im Hinblick auf die globale Situation und vor allem auf Griechenland. Doch es gibt eine gute Nachricht: „Hier bei uns sind die Bedingungen für die Realwirtschaft in Ordnung. Und wir haben uns von den Krisen im weites ten Sinne lösen können“, so Kirsch. Das zeigt sich insbesondere an den Bilanzzahlen für das Jahr 2011.

„Das war ein sehr erfolgreiches und überaus erfreuliches Geschäftsjahr“, blickten Vorstandschef Kirsch sowie Irene Dullinger, Mitglied des Vorstands, zurück. Das Kundengeschäftsvolumen - sprich die Einlagen, Kredite und Wertpapiere - lagen erneut bei einem Wert von über zwei Milliarden Euro. An den Vorjahreswert kam man dabei nicht ganz heran: „Die Kunden orientieren sich weiter in Richtung Sachwerte wie Immobilien. Viele zahlen ihre bestehenden Kredite zurück“, erklärte Kirsch. „Das alles geht natürlich zu Lasten der Einlagen.“ In Sachen Kundeneinlagen ist die Sparkasse Freising aber weiterhin gut aufgestellt: Mit einem Anstieg um 26 Millionen auf 984 Millionen Euro, das ist ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, hat sich der Wachstumstrend im Jahr 2011 fortgesetzt.

Was die Darlehenszusagen für Unternehmen und Selbstständige anbelangt, gab es sogar einen neuen Rekord: 96 Millionen Euro und doppelt so viele Zusagen wie im Jahr 2007. „In dem Segment haben wir unsere Marktführerschaft klar ausgebaut“, freute sich Dullinger. Damit nicht genug: Über 1400 Neuabschlüsse bei den Bausparverträgen mit einer Summe von 55,8 Millionen Euro - „das ist die höchste Bausparsumme, die bisher in einem Kalenderjahr abgeschlossen wurde“.

Fazit: „Wir konnten wieder ein sehr gutes Betriebsergebnis erzielen und erreichen einen Spitzenplatz unter den Sparkassen in Oberbayern“, sagte Kirsch. Denn auch der Bilanzgewinn werde laut vorläufiger Rechnung auf dem Vorjahresniveau bei etwa 1,5 Millionen Euro liegen. Allerdings machte Dullinger keinen Hehl daraus, dass die Bilanz der Sparkasse ob der Beteiligung an der BayernLB belastet wurde. „Wie sehr, dazu können wir noch keine Angaben machen“, betonte Dullinger. Nur so viel: „Die Höhe ist verkraftbar - unser Kundengeschäft ist in keinster Weise eingeschränkt.“

Insgesamt ist man bei der Freisinger Sparkasse sehr zufrieden: „Die Kunden haben selbst in wirtschaftlich turbulenten Zeiten Vertrauen“, betonte Kirsch. Und davon will man der Region natürlich etwas zurückgeben: In punkto Spenden und Sponsoring hat das Geldinstitut im vergangenen Jahr insgesamt 308 000 Euro ausgegeben. Außerdem werden 1,8 Millionen Euro an Gewerbesteuer an die Kommunen fließen.

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