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Spinning-Aktion für „Menschen in Not“: Freising zeigt, dass es eine Stadt mit Herz ist

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Von: Andreas Beschorner

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Das Schicksal schlägt manchmal grausam zu. Die Familie Stelzer musste das erleben. Doch es gibt Menschen, die helfen, die Mut machen. Und auch das erlebten Iris Stelzer und ihre Tochter Amely: Bei der Benefiz-Spinning-Aktion der Fitnessworld Number 1 und des Freisinger Tagblatts war die Welle der Solidarität riesig.

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Das gab es so noch nie: Auf 82 Spinning-Rädern in zwei Räumen wurde am Samstag fünf Stunden lang gestrampelt, was die Muskeln und die Lunge hergaben. „Wahnsinn!“ rief denn auch Karin Jungmeier ihrem „Team“ zu, wie sie die Vertreter von Firmen und Organisationen nannte, die sich im Fitnessstudio Number 1 eingefunden hatten, um Gutes zu tun. Sie alle – Trainer und Teilnehmer – einte ein Ziel: Mit der Benefiz-Spinning-Aktion wollte man der kleinen elfjährigen Amely Stelzer helfen. Deren Schicksal hat nicht nur ihre Freunde, die Inhaber des Number 1, Karin und Franz Jungmeier, erschüttert, sondern ganz Freising bewegt. Und das merkte man am Samstag, als so viele Räder wie noch nie zuvor bei all den früheren Spinning-Aktionen besetzt waren. Und weil jede Firma und jedes Team für „ihr“ Rad 250 Euro spendete, kamen so am Ende 20 500 Euro zusammen. Und am Ausgang stand noch dazu eine sich immer mehr füllende Spendenbox. 

Der Auftakt im Re-Live: Sehen Sie sich Karin Jungmeiers Rede und die ersten Meter noch einmal an

Im November, so erzählte Karin Jungmeier, sei in ihrem Herzen die Idee entstanden, die diesjährige Spinning-Aktion zur Gänze Amely zu widmen. Es war ein Unfall, der das Leben von Familie Stelzer für immer verändert hat. Im Sommer sind die Eltern Franz und Iris mit ihrer Tochter Amely mit einem Mietwagen auf Mallorca unterwegs, als ein Lkw von der Gegenfahrbahn in das Auto rast. Franz Stelzer stirbt – Tochter Amely erleidet ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, mehrere Frakturen im Gesicht und einen beidseitigen Kieferbruch. Sie liegt tagelang im Koma, doch sie überlebt. Jetzt kämpft sie sich zurück ins Leben, Reha und weitere OP’s prägen ihr Leben. Und weil Amely Orthesen und Therapien benötigt, weil ihre Mutter der Kleinen in dieser schweren Zeit nicht von der Seite weicht, haben sich Jungmeiers und das Freisinger Tagblatt entschlossen, der Familie finanziell unter die Arme zu greifen und die diesjährige Spinning-Aktion ganz allein Amely zu widmen. Es war ein rührender Moment, als Karin Jungmeier eine Sprachnachricht von Iris und Amely über die Lautsprecher des Fitnessstudios abspielt, in der sich die beiden für den Einsatz und die Anteilnahme bedanken. „Das berührt unser Herz“, versicherte Iris Stelzer und bedauerte, dass sie am Samstag nicht dabei sein konnte 

Runde Zwei: Radler-Wechsel! Jetzt kommt die zweite Garde

Und dann ging es los: 82 Frauen und Männer auf den Spinning-Maschinen zählten rückwärts bis Null, danach prägten fünf Stunden lang heiße Rhythmen und die Motivationskünste der Trainer Karin, Alexandra Mitschke, Rigo Brandt und Jakob Lachermeier die Szene, jede Stunde war fliegender Wechsel auf den Spinning-Rädern. Der Schweiß floß in Strömen, der Sauerstoffgehalt nimmt von Stunde zu Stunde ab, „Eye of the Tiger“ oder auch „Thunderstruck“, „We will rock you“ und „We are the Champions“ dröhnten aus den Boxen, gaben den Takt vor und sorgten dafür, dass man sich noch mehr reinhing und sich jeder wirklich bis zur Erschöpfung auspowerte. Und alle wussten: Das Strampeln war nicht nur für den eigenen Körper, die Gesundheit und das Wohlbefinden gut, sondern half auch einem elfjährigen Mädchen, den Weg zurück ins Leben zu finden.

Im Video: So großartig war die Veranstaltung

Ein großes Dankeschön geht an die vielen Sponsoren. Die Orange-Veranstaltungstechnik, das Früchtehaus Schweiger, Getränke Hirschmann, die Bäckerei Schweller, Umzug Weber, PAC und Precor haben dafür gesorgt, dass der Tag ein Erfolg wurde.

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