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Stößchen auf viele Ehejahre: Rund 20 Paare waren bei der spirituellen Domführung mit Claudia Pfrang (vorne) dabei, die Eheleute schritten dabei ein zweites Mal zum Traualtar. 

Spirituelle Domführung für Freisinger Ehepaare 

Den Hochzeitstag nochmal erlebt

Die magischen drei Worte standen am Anfang ihrer Beziehung: Am Samstagabend wurden sie wiederbelebt. Denn zu einer spirituellen Domführung für alle Eheleute, die nach vielen Jahren immer noch noch gerne „Ich liebe Dich“ zueinander sagen, lud die Stiftung Bildungszentrum Freising in Kooperation mit der Domkirchenstiftung in die Konkathedrale.

Freising – Bei der spirituellen Domführung am Samstagabend galt es, die alte Liebe zwischen Eheleuten zu ehren. Die Veranstaltung war Teil der Bildungsreihe Gipfel-Erfahrungen. Dessen Ziel: Alltag und Glauben miteinander in Verbindung bringen. Bereits im Frühjahr habe das Bildungszentrum Freising zwei ähnliche Veranstaltungen angeboten, sagte Leiterin Claudia Pfrang. „Wir möchten den Dom sinnlich erfahrbar machen.“

Rund 20 Paare hatten sich am späten Nachmittag im Domhof eingefunden. Zunächst klangen die Gläser: Die Paare stießen auf die vielen Jahre an, die sie gemeinsam durchs Leben gegangen sind. „Auf die 50“, hörte man den einen oder anderen Zuruf. Und: „Wir können nächstes Jahr Goldene Hochzeit feiern“, sagten Anneliese und Alfred, die aus Dorfen im Landkreis Erding gekommen waren: „Hoffentlich erleben wir es noch.“

Über das Südportal betrat die Gruppe danach das Kirchenschiff. Dort lud Pfrang dazu ein, nicht „still in den Kirchenbänken sitzen“, sondern sich symbolhaft auf den Weg zu machen. Also schritten die Paare Richtung Eingangsportal, wo ihre Erinnerung an den Hochzeitstag wieder lebendig werden sollte. „Denken Sie an die Zeit, wie sie sich gesucht und gefunden haben.“ Bei festlicher Orgelmusik schritten die Eheleute nochmal zum Altar.

Damit begann ihr Eheleben. Aber jede Liebe habe eben „Hochs“ und Tiefs“. Doch das sei kein Untergang, sagte Claudia Pfrang – sondern eben die Ehe.

Anschließend schauten sich die Ehepaare Orte im Dom an, die Liebesgeschichten erzählen, wie etwa ein Deckenfresko: Es zeigt die biblische Geschichte von Elisabeth und Zacharias, sie waren ebenfalls ein Pärchen. Zum Schluss gab es noch den kirchlichen Segen für die Langverheirateten, gespendet von Domrektor Marc-Aeilko Aris – für alle ein wichtiger und unvergesslicher Höhepunkt des Abends.

                                                                                                                                Maria Martin

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