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Sie haben sich um das Gemeinwohl der Stadt Freising verdient gemacht (vorne v.l.) : Siegfried Kaiser, Stefan Summerer, Wilhelm Wildenauer, Karla Stamm, Walter Liebmann, Dieter Bednarek und Dagmar Nowak. Hinten (v. l.): Karl-Heinz Stadler, Dr. Holger von Stetten, Lebensretter Stefan Ebert, Gerhard Führer, Josef Westermeier, OB Tobias Eschenbacher, Karl-Heinz Heinlein, Hannes Fürst und Konrad Häuslmeier. 

Stadt Freising ehrt verdiente Vereinsmitglieder

Sie packen an und haben Courage

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Sie sind die unentbehrlichen Stützen des Gemeinwohls: Die zahlreichen Ehrenamtlichen der Domstadt. Sie wurden jetzt für ihre Verdienste von OB Tobias Eschenbacher ausgezeichnet.

Freising – „Dieser Abend ist auch für mich eine große Freude“: OB Tobias Eschenbacher unterstrich in seiner Begrüßung, was die Domstadt auszeichnet: „dass sich viele Menschen in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich, freiwillig und selbstlos engagieren“. Und diesen Ehrenamtlichen galt es jetzt, Dank zu sagen. Denn wie wertvoll und wichtig ihr Einsatz und Wirken sei, habe die gerade zu Ende gegangene Aktionswoche unter dem Motto „Ehrenamt macht stark. Macht mit!“ gezeigt. Bevor es zum gemeinsamen Essen im Rathaussaal ging, wurden unter den Klängen von Lutz Thalmeier und dem Klarinettentrio der Musikschule Freising Urkunden, Medaillen und ein edler Tropfen verteilt.

Den Anfang des Ehrenreigens machte Dr. Holger von Stetten. Seit Mai 2000 ist er ehrenamtlich als 2. Vorsitzender im Jagdschutz- und Jägerverein Freising tätig. Darüber hinaus betreut der Mediziner seit fast 30 Jahren die Radio-Cäsium-Messstation zur Feststellung der Strahlungskontamination, insbesondere bei Schwarzwild. Damit leiste er laut OB einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit. Auch bei Themen mit bayern- und bundesweiter Bedeutung habe sich von Stetten engagiert und sich bei der Gutachtenerstellung zum Zustand der Waldverjüngung oder der Diskussion zur Wirkung von Blei in der Jagdmunition eingebracht.

Drei verdiente Mitglieder im Metzgerburschenverein standen dann im Fokus: Walter Liebmann, Gerhard Führer und Konrad Häuslmeier. Liebmann hat den Verein mit einer kurzen Unterbrechung insgesamt 30 Jahre geleitet. Gerhard Führer wacht seit 19 Jahren als erster Kassier mit großer Sorgfalt über die Finanzen des Vereins. Und auf 40 Jahre als erster Fahnenträger kann Konrad Häuslmeier zurückblicken.

Verdiente Mitglieder hat auch der Geflügelzuchtverein Freising in seinen Reihen: Siegfried Kaiser ist den Züchtern schon 64 Jahre treu und war davon jahrzehntelang ein fester Bestandteil der Vorstandschaft. Ähnlich ist die Vereinsvita von Stefan Summerer verlaufen, der seit 1964 Mitglied ist. Auch er gehörte in wechselnden Funktionen zum Führungsteam. Nicht wegzudenken aus der Vorstandschaft ist Karl-Heinz Stadler, Mitglied seit 1968. Besondere Verdienste hat er sich beim Bau des Hühnerhauses am Familienzentrum der Lebenshilfe im SteinPark erworben: Mit seinem Engagement hat er den Kindern der integrativen Tagesstätte eine Hühnerhaltung ermöglicht.

Die Pflege von Tradition und Brauchtum stehen im Mittelpunkt des Trachtenvereins „Almrausch Edelweiß Freising“. Seit zehn Jahren steht Dagmar Nowak an dessen Spitze – in der Nachfolge ihres Vaters Rudi Riedl. Wobei Dagmar Nowak schon seit 1989 bei den „Freisinger Trachtlern“ verschiedenste Positionen ehrenamtlich innehatte. Ihre aktive Zeit dauerte allerdings viel länger: Schon als Kind tanzte Nowak im Trachtenverein.

Der Freundeskreis Josef-Hofmiller-Gymnasium ist eine tragende Säule für das Schulleben am JoHo: 1991 gegründet, entfaltet der Freundeskreis vielfältige Aktivitäten, gibt Impulse und gewährt auch finanzielle Hilfen. Zwölf Jahre lang hat Hannes Fürst mit großem Engagement die Aufgabe als 1. Vorsitzender ausgefüllt und nun vor wenigen Monaten das Amt an Sabine Schuster abgegeben. Unter seiner Vereinsführung wurde das Schulleben am JoHo nach besten Kräften unterstützt. Dabei war ihm die Förderung wissenschaftlicher, sportlicher oder musischer Aktivitäten ebenso ein Anliegen wie die Vermittlung sozialer und weltanschaulicher Themen.

Der Bienenzuchtverein Lerchenfeld/Eichenfeld nimmt sich seit Jahrzehnten dem Fortbestand der Bienenpopulationen an. Die Hobbyimker geben ihre Kenntnisse weiter und bemühen sich, junge Menschen für die Imkerei zu begeistern. So etwa Karl-Heinz Heinlein, der seit 1984 beim Bienenzuchtverein aktiv ist. Er gehört dem Ausschuss seit fast 20 Jahren an und wacht seit 2002 über die Finanzen. Besonders hervorzuheben ist sein Einsatz als Imkerpate: Heinlein betreut die Nachwuchsimker im Verein. Seit 30 Jahren ist Wilhelm Wildenauer geschätztes Mitglied im Verein und fungiert seit rund 20 Jahren als zweiter Vorsitzender. Seit Jahrzehnten stellt er sein Gartenhaus für Feste und die Privaträume für Sitzungen zur Verfügung. Im eigenen Bienenhaus leitet Wildenauer außerdem Info-Veranstaltungen für den Nachwuchs.

Die Furtnerfreunde, seinerzeit von acht Männern ins Leben gerufen, sind wohl Freisings ältester Stammtisch. Seit 1924 trifft man sich im Furtnerbräu – wobei die Schließung des „Furtners“ im Dezember 2006 dazu geführt hat, dass die 30 Mitglieder nun im Bayerischen Hof beheimatet sind. Josef Westermeier hält seit nunmehr 30 Jahren alles Relevante für die Tischgesellschaft fest. Zusätzlich hat er seit acht Jahren den Posten des Kassiers inne. Er gilt als tragende Säule und treibende Kraft der Furtnerfreunde und übernimmt über sein Amt hinaus viele Aufgaben. Unter anderem organisiert er die alljährlichen Vereinsausflüge und beteiligt sich in hohem Maß an der Vorbereitung und Durchführung der Feste.

Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, ihre Nöte und Bedürfnisse anzunehmen, ihnen Zeit und Zuwendung zu schenken, ist eine besondere Aufgabe – und bei aller Trauer auch eine besonders bereichernde. Die Hospizgruppe Freising nimmt sich einer respekt- und würdevollen Lebensbegleitung bis zum Ende an und unterstützt auch die Angehörigen auf diesem Weg. Seit 22 Jahren steht die Hospizgruppe Freising Schwerkranken und Sterbenden zur Seite. Mit großer Einsatzbereitschaft unterstützt Helga Nielsen diese Arbeit. Sie ist seit 1999 im Verein und seit März 2004 als Schatzmeisterin sowie Vorstandsmitglied aktiv.

Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot. Andererseits gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die gemeinnützigen Tafeln schaffen hier einen Ausgleich: Sie sammeln überschüssige, qualitativ einwandfreie Lebensmittel und verteilen diese an sozial und wirtschaftlich Benachteiligte. Seitdem 2006 die Freisinger Tafel ins Leben gerufen wurde, wird auch in der Domstadt schnell und unbürokratisch geholfen. Elmar Stangl und Karla Stamm sind aktive Mitglieder der ersten Stunde. Stangl übt seit der Vereinsgründung das Amt des Kassiers aus. Karla Stamm ist als Beisitzerin im Vorstand aktiv. Im Tafelladen gehört sie zu den treuesten und fleißigsten Helfern. Ihr Motto und das der Tafel lautet: „Zupacken, wo Hilfe gebraucht wird“.

Das Alkoholverbot auf Münchner Plätzen und Straßen war am 21. Januar dieses Jahres noch keine 24 Stunden alt, da hätte es beinahe den ersten Todesfall am Hauptbahnhof gegeben – hätte nicht der Student Stefan Ebert (21) beherzt eingegriffen. Der Freisinger hatte im U-Bahnhof der Linie U4/U5 zusammen mit zwei Unbekannten einen Betrunkenen aus dem Gleisbett gezogen. Für seine Courage wurde er von OB Tobias Eschenbacher im Rahmen der Vereinsfunktionärs-Ehrung im Rathaus mit Dankurkunde und Medaille ausgezeichnet (wir berichteten).

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