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Neunmal zugeschlagen hat Bürgermeister Hans Hölzl beim Anzapfen, dann wurden Eishaus und Stadtgarten gefeiert. 

Stadtgarten und Eishaus am Lindenkeller eröffnet

„Prosit“ unterm Regenschirm

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Klaus Thermer hat Sinn für Ironie: Der neue Pächter des Lindenkellers hat gestern bei der Eröffnung des Stadtgartens und des Eishauses auf dem Veitsberg die Gäste „bei traumhaftem Biergartenwetter“ begrüßt. Und auch wenn es schon feucht genug war – 130 Liter Freibier und 130 Kugeln Gratis-Eis, dazu Häppchen und Biergartenmusik von Premium Bavaricum lockten dann doch die Freunde des Lindenkellers zahlreich auf den Berg.

Freising – Man drängelte sich unter dem Vordach des Oberhauses. Das hatte zwei Gründe: erstens den Regen, zweitens das Fassl Freibier, das da schon aufgebaut war, als gestern offiziell eine neue Ära im Lindenkeller begann. Nach einigem Hin und Her haben bekanntlich Klaus Thermer und sein Team den Lindenkeller unter ihre Fittiche genommen, werden ab sofort aus dem Biergarten den Stadtgarten machen und das Eishaus wieder beleben. Das Stadtcafé und die Reaktivierung des Jagdstüberls folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Freisings Bürgermeister Hans Hölzl formulierte gestern die Hoffnung der Stadt, dass sich der Biergarten durch zahlreichen Besuch von Freisingern und Touristen tatsächlich zum Stadtgarten mausern werde. Und Josef Schrädler, der Chef der Staatsbrauerei Weihenstephan und Herr eines anderen Berges, des Nährberges nämlich, wusste genau, dass der Lindenkeller „ein Objekt mit bewegter Vergangenheit“ ist. Dass das neue Team um Klaus Thermer herum „höchst professionell“ arbeite und dieses „facettenreiche Lokal“ zum Erfolg führen werde, dessen war sich der Brauereidirektor sicher. Er wünschte „viel Glück, viel Spaß und sehr viel Umsatz“.

Die 130 Liter Freibier gingen gestern sicherlich weg. Ob die 130 Gratis-Kugeln Eis allesamt Abnehmer fanden, war bis Redaktionsschluss nicht herauszubekommen. Sicher war aber, dass die Rock Antenne-Band ab 20 Uhr im Unterhaus rockig, laut und heftig aufspielte. Denn schon als oben Blasmusik ertönte, waren unten die ersten Tonproben zu vernehmen. Und das klang verheißungsvoll. So verheißungsvoll wie das neue Konzept.

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