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Freising: Starke Nachwuchsleute bei den Ringern lassen für Zukunft hoffen

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Ein junger, aber talentierter Ringer der Sportvereinigung Freising im „Schwitzkasten“. Er wird den Kampf trotzdem gewinnen.
Aussichtslose Situation? Von wegen. Der 16-jährige Lukas Pausch gewann in der Klasse bis 57 Kilo 69 Prozent seiner Kämpfe für die SpVgg-Bayernligastaffel. © Dieter Michalek

Die Bayernligaringer der SpVgg Freising bauen auf die Jugend und dass man auch im Mattensport Corona ein Schnippchen schlagen kann

Freising - Corona hat auch die Ringer ausgebremst: Das heißt, die Saison wurde vorzeitig abgebrochen. In der Endabrechnung bedeutete das für das Bayernligateam der Sportvereinigung Freising Rang vier mit 6:10 Punkten. Ausschlaggebend für diese Platzierung waren die beiden Erfolge über Schlusslicht TV Kempten.

Cheftrainer Csongor Knipli holt voller Punktezahl

Den Heimkampf gewannen die Freisinger, knapp aber verdient, mit 20:16, und im Rückkampf hielt die Staffel von Cheftrainer Csongor Knipli die Allgäuer gar mit 21:12 Zählern nieder. Vor allem der Hinkampf gegen die sich heftig wehrenden Kemptener war bis zum Schluss spannend. Denn nach acht Begegnungen lagen die Domstädter mit 12:16 zurück. Aber die beiden Weltergewichtler (bis 75 Kilogramm) rissen in den abschließenden Kämpfen das Ruder noch herum. Zuerst holte Freistilspezialist Philipp Unützer vier Zähler, danach machte Klassiker Patrick Kratzer mit einem Schultersieg den Sack endgültig zu.

In Kempten lief es dann für die Freisinger bedeutend besser. Bereits zur Pause führte die Sportvereinigung sensationell mit 16:0 und legte dadurch frühzeitig den Grundstein zum Erfolg. Nach der Pause verloren die Domstädter zwar einige Kämpfe, aber am Ende stand dann ein sicherer 21:12-Erfolg auf der Anzeigetafel. Der dritten Saisonsieg für die Freisinger war der mit Abstand leichteste: Weil der SV Kottern seine Staffel aufgrund der Corona- Pandemie nicht mehr ringen ließ, wurde den Freisingern, die angetreten wären, am Grünen Tisch ein 40:0-Sieg zugesprochen.

Eigengewächse mischen vorn mit

SpVgg-Cheftrainer Csongor Knipli war der mit Abstand erfolgreichste Mattenkämpfer. Der Klassiker gewann in der 71- und 75-Kilo-Kategorie alle sieben Einzelbegegnungen und holte sage und schreibe 27 von 28 möglichen Punkten.

Erfreulich für die Sportvereinigung Freising war ganz sicher auch, dass zwei Eigengewächse schon ganz vorn mitmischen konnten. Der erst 16-jährige Lukas Pausch gewann in der niedrigsten Gewichtsklasse (57 Kilo) immerhin 69 Prozent der Kämpfe, dicht gefolgt vom 17-jährigen Jonah Anke, der bis 61 Kilo 60 Prozent der Begegnungen für sich entscheiden konnte. Dieses Duo, aber auch Hasan Öksüm, der im Nachwuchsbereich neun Kämpfe gewann, sowie Daniel Frei, der bei den Jugendlichen acht Einzelsiege verbuchen konnte, lassen für die Zukunft der Freisinger Mattenkämpfer hoffen.

Mit dem vierten Platz vollauf zufrieden

Der Zweite Vorsitzende Christian Hennerfeind zieht folgende Bilanz: „Mit dem vierten Platz war ich zufrieden, diesmal war definitiv nicht mehr drin. Ich hoffe aber, dass wir in der kommenden Saison konkurrenzfähiger sind. Obwohl wir gegen den Meister aus Untergriesbach trotz heftiger Gegenwehr hauchdünn verloren haben, war das der beste Kampf unserer Staffel in dieser Saison. Dass Lukas Pausch und Jonah Anke schon so gut in der Bayernliga mithalten konnten, hat mich besonders gefreut.“

Anton Schweißgut

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