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Weiter im Vakuum seien die Startbahngegner, kritisiert OB Tobias Eschenbacher, nachdem die Koalition aus CSU und Freien Wählern ein Moratorium zur dritten Runway beschlossen hat.

Koalitionsvertrag unterschrieben

Startbahn-Entscheidung für fünf Jahre vertagt: Weiter im „Schwebezustand“

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„Natürlich sehr enttäuscht“ ist Freisings OB Tobias Eschenbacher darüber, was zur dritten Startbahn im Koalitionsvertrag zwischen CSU und Freien Wählern  festgeschrieben wurde. Denn das Moratorium bedeute weiterhin einen „Schwebezustand“, wie er schon seit 13 Jahren herrsche.

Freising – Doch Eschenbacher verspricht, man werde auch in den kommenden fünf Jahren dieses Thema sicher nicht aus den Augen verlieren. „Wir werden dran bleiben.“

Dritte Runway für die FW „doch nicht so prioritär gewesen wie das vor der Wahl gesagt wurde“

OB Tobias Eschenbacher

Wie so viele hätte sich auch das Freisinger Stadtoberhaupt „das endgültige Aus“ für die Startbahn im Moos erhofft. Dass es jetzt auf dieses fünfjährige Moratorium hinausgelaufen sei, sei zwar nach den Andeutungen in den Tagen seit der Wahl irgendwie zu erwarten gewesen, sei aber deshalb nicht weniger enttäuschend. Vor allem, so Eschenbacher, habe er das Gefühl, dass während der Verhandlungen zwischen CSU und FW um die dritte Startbahn „nicht wirklich gerungen wurde“. 

Zumindest habe man sich offenbar relativ schnell auf dieses Moratorium geeinigt. Es mache also den Eindruck, als sei das Thema dritte Runway für die FW „doch nicht so prioritär gewesen wie das vor der Wahl gesagt wurde“.

Attachinger und andere direkt Betroffene befänden sich weiter in „Vakuum“

So ein Stillstand für fünf Jahre sei zwar besser, als würde die dritte Piste gebaut, aber vor allem die Attachinger und andere direkt Betroffene befänden sich halt weiter in einem „Vakuum“, wüssten nicht, ob sie noch in bestehende Häuser investieren oder gar neue Gebäude bauen sollen. „Und das ist das Schlimmste“, so der OB.

Die Stadt werde trotzdem das Thema weiter beackern, darüber diskutieren, die Lage und Situation beobachten, alles dafür tun, dass die Startbahnpläne dann doch einmal endgültig beerdigt werden. 

Kampf gegen das Projekt im Moos gehe weiter

Ein weiteres Argument gegen die Flughafenerweiterung biete das Moratorium ja dennoch: Wieso wurde seit 2005 so ein Druck aufgebaut und der Bau der Startbahn so drängend gefordert, wenn jetzt nicht nur die Lufthansa sage, sie brauche die Bahn vor 2030 nicht, sondern nun auch ein Planungsstopp für fünf Jahre (also bis 2023) offenbar keine Bedrohung für die bayerische Wirtschaft sei.

Der Kampf gegen das Projekt im Moos gehe also weiter, versicherte Tobias Eschenbacher.

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