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Die Sanierung der Dächer wird auf allen vier Seiten angepackt – hier ein Foto von einer Begehung des Asamgebäudes.

Pläne werden konkreter

Startschuss für Asamsanierung in Freising fällt 2017

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Freising - Jetzt geht es dann so richtig los. Im kommenden Jahr hebt sich der Vorhang für den 1. Akt des Freisinger Theaterstücks „Generalsanierung des Asamgebäudes".

Bis Ende 2018 wird der Komplex auf feste Beine gestellt, bekommt das Gebäude trockene Füße und eins aufs Dach. Anders ausgedrückt: Für 6,35 Millionen Euro sollen ab 2017 „Gründungsertüchtigung und Dachsanierung“, so der offizielle Titel von Teilprojekt 1, erfolgen.

51 Millionen Euro soll, so die aktuelle Kostenberechnung, die Sanierung des Denkmals und des Hinterhofs kosten. Während die Arbeiten südlich des „Asam“ bereits begonnen haben, geht es nun an die Renovierung und Generalsanierung des eigentlichen Gebäudes. Nach der Empfehlung des Planungsteams rund um Architekt Anton Mang wären die Verbesserung der Gründung und die Ertüchtigung des Dachs die ersten sinnvollen Maßnahmen. Wie Mang am Montag im Finanzausschuss berichtete, muss die gesamte östliche Hälfte des Komplexes „nachgegründet“ werden. Dazu müssen die Bodenplatten abgebrochen und die Fundamente mit Mikropfählen stabilisert werden. Zudem werden in alle Mauern des Erdgeschoßes sogenannte Horizontalsperren eingebracht (Kunststoff- oder Metallplatten), die künftig das Aufsteigen der Feuchtigkeit verhindern werden. Gleichzeitig packt man die Sanierung der Dächer auf allen vier Flügeln des Asamgebäudes an. Wichtig: Die Sanierung muss selbstverständlich denkmalgerecht vorgenommen werden. Sprich: Jede Sparre und jedes Sparrenfeld müssen einzeln betrachtet, individuell untersucht, gegebenenfalls ausgetauscht oder erneuert, ergänzt oder verstärkt werden. Das geht, so Mang, nur per Hand und ist deshalb „sehr aufwändig“.

Beginnen will man mit den Arbeiten nach Auszug aller Nutzer im Frühjahr 2017, abgeschlossen sein soll das Teilprojekt 1 Ende des Jahres 2018. Wichtig: Ab Beginn der Arbeiten wird der Asamkomplex zur Baustelle, ein Baukran rückt an, die Hauptstraße muss Richtung Marienplatz verschwenkt werden.

Bevor die Stadträte im Finanzausschuss einstimmig das Teilprojekt 1 absegnet und auch dem Stadtrat empfohlen hatten, den Vorhang für den ersten Akt zu heben, erklärte Kämmerin Mathilde Hagl, wie es mit den Zuschüssen aussehen könnte: Nach einer Besprechung bei der Regierung von Oberbayern, als man allerdings noch von Kosten in Höhe von 5,7 Millionen Euro für Teilprojekt 1 ausgegangen war, sind aus dem Entschädigungsfonds, von der Landesstiftung, vom Bezirk Oberbayern und von der Städtebauförderung rund zwei Millionen Euro an Zuschüssen für Teilprojekt 1 zu erwarten. Rund zwei Drittel der Kosten wird also die Stadt tragen müssen.

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