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Der Siegerentwurf der Tirschenreuther Architekten Brückner & Brückner: Links oben die Westansicht, darunter die Ansicht von Norden und schließlich die Innenperspektive – ein Blick in den Lichthof des neuen Diözesanmuseums.

215-Millionen-Projekt Domberg-Neugestaltung

Startschuss für ein Jahrhundert-Projekt

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Jetzt geht’s los: Im Juli starten auf dem Domberg die Bauarbeiten zur Um- und Neugestaltung. Gestern stellten Vertreter der Erzdiözese nicht nur vor, wann was auf dem Mons doctus an Großprojekten geplant ist, sondern erläuterten auch die sehr komplexe Baustelleneinrichtung.

Freising – Es sind über 30 Einzelmaßnahmen, darunter drei Großprojekte: Sanierung und Umbau des Diözesanmuseums, Abriss und Neubau des Westflügels des Kardinal-Döpfner-Hauses inklusive Sanierung der fürstbischöflichen Residenz, Renovierung und Umbau des Gebäudes Domberg 38/40 (das ehemalige Dom-Gymnasium). Man hat bekanntlich viel vor auf dem Domberg, investiert nach derzeitigen Schätzungen 215 Millionen Euro, will einen offenen, spirituellen und inspirierenden Ort schaffen, der das neue Bild der Erzdiözese und der Kirche auch architektonisch darstellt. Gestern haben hochrangige Vertreter der Erzdiözese, allen voran Generalvikar Peter Beer und Finanzdirektor Markus Reif präsentiert, wie man es schaffen will, dass bis zum Jahr 2023 alle Maßnahmen abgeschlossen sind (siehe auch Bericht Bayernteil).

Projektsteuerer Christoph Hardt legte aber auch dar, wie das mit der in diesen Tagen startenden Baustelleneinrichtung funktioniert, die man bei monatlichen Gesprächen mit der Stadt genauestens besprochen und geplant hat, um mit den Bauarbeiten in der Innenstadt nicht in Konflikt zu geraten. Dazu gehört zum einen, dass die An- und Ablieferung des Baumaterials vor allem von Süden her erfolgt, die Zufahrt für Einzeltransporte im Norden möglichst wenig benutzt werden soll. Im Westen an der Ecke Brunnhausgasse/Bahnhofstraße werden zu Füßen des Dombergs und oben westlich des Diözesanmuseums zwei Umschlagstellen eingerichtet, die mit einem 60 Meter hohen, südlich des Museums zu installierenden Kran bedient werden. Dieser Kran wird demnächst von einem noch größeren Kran aufgebaut, was zu einer kurzzeitigen Sperrung der Bahnhofstraße führt. Dasselbe System im Osten: Dort, wo früher das THW untergebracht war, entsteht die Umschlagstelle Ost, oben, auf dem Dach der Domberg-Tiefgarage, wird eine weitere Umschlagstelle eingerichtet, die von einem Kranz gleichen Ausmaßes bedient wird. Beide Kräne haben 70 Meter lange Ausleger, können also, so Hardt, den gesamten Bauumgriff abdecken. Im Osten wird zusätzlich ein Gerüstaufzug installiert. Damit die Umschlagstelle Ost nicht nur über den engen Sondermüllerweg angefahren wird, dürfte es – aber das müsse noch mit der Stadt abgeklärt werden – eine temporäre Brücke geben, die die Ottostraße direkt mit dem ehemaligen THW-Gelände verbindet.

Auf dem Domberg selbst wird ein Bauzaun die drei Gebäude, an denen vor allem gewerkelt wird, absperren. Der Dom wird die ganze Zeit über begehbar sein, ebenso das Belvedere und bis zum Start der Bauarbeiten auch das Kardinal-Döpfner-Haus. Über den Bauablauf und die Einschränkungen durch die Baustelleneinrichtung werde die Erzdiözese ständig informieren, so Armin Wouters, Leiter der Stabsstelle Kommunikation: Gestern gab es nicht nur die Pressekonferenz, sondern auch Informationsveranstaltungen erst für die Mitarbeiter, dann für die Anwohner, außerdem hat man einen Flyer entwickelt, dann ist da noch www.domberg-freising.de,schließlich ein Infopoint auf dem Domberg und später eine Webcam.

Übrigens: Das Oktogon, jener heftig umstrittene kleine Bauteil, wird wohl im August abgerissen werden.

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