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Bestens bestückt war die Tombola beim Ausflug der Zusteller des Zeitungsvertriebs ZVE. Dementsprechend rollte der Rubel – und es gab einen Reinerlös von 1140 Euro, der den Benefiz-Aktionen der Merkur-Heimatzeitungen in den Landkreisen Ebersberg, Erding und Freising zugute kommt. Für die FT-Aktion „Menschen in Not“ konnten ZVE-Geschäftsführer Heinz Brennauer (M.) und Vertriebsinspektor Raimund Ketterl also 380 Euro an Redaktionsleiter Helmut Hobmaier (l.) übergeben, der sich sehr über die „Startspende“ der diesjährigen Aktion freute.

Startschuss für die Spendenaktion „Menschen in Not“

Schnelle Hilfe, wenn das Schicksal zuschlägt

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Es schlägt ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel: eine schwere Krankheit, ein Unfall, der Verlust des Arbeitsplatzes. Den Betroffenen zieht es oft regelrecht den Boden unter den Füßen weg – meist auch finanziell. In vielen solcher Fälle kann im Landkreis Freising schnell und unbürokratisch geholfen werden. Dank der FT-Aktion „Menschen in Not“ und der enormen Spendenbereitschaft der Leser.

Freising – Als sich Helene S. (32, Name geändert) im Freisinger Frauenhaus meldet, wird schnell deutlich, wie sehr sie und ihre Tochter (6) Schutz und Hilfe benötigen. Sie hat ein Ehemartyrium hinter sich: Erst war sie von ihrem extrem aggressiven Ehemann geschubst, angeschrien und beleidigt worden. Es folgten Ohrfeigen und schließlich wurde die 32-Jährige oft windelweich geprügelt. Schwere Misshandlungen waren am Ende an der Tagesordnung. Helene hatte Angst um ihr Leben – und flüchtete ins Frauenhaus. Hier kommen Mutter und Tochter, beide seelisch tief verwundet, langsam wieder auf die Beine. Es ist ein langer Weg, bis Frauen wie Helene in ein neues Leben zurückfinden. Ein Leben ohne Angst. Ohne Spenden ist das nicht möglich.

Das Frauenhaus wird daher seit Jahren durch die FT-Spendenaktion „Menschen in Not“ unterstützt – so wie zwei Dutzend weiterer Hilfsorganisationen und Einrichtungen: Weißer Ring, Arbeiterwohlfahrt, Kinderschutzbund, viele Nachbarschaftshilfen, Blindenbund, Familienpflegewerk, Selbsthilfegruppen, Hospizverein – und viele mehr.

Helene S. ist leider kein Einzelfall. In existenziellen Krisen gibt es meist keinen zeitlichen und finanziellen Spielraum. Staatliche Hilfen sind oft schnell erschöpft. Für die nötige schnelle Hilfe kann die FT-Aktion „Menschen in Not“ sorgen, für die heute offiziell der Startschuss erfolgt. Viele Landkreisbürger unterstützen ihre in Not geratenen Nachbarn. Sie spenden, weil sie selbst ein ähnliches Schicksal treffen könnte. Sie helfen, weil hier genau nachvollziehbar ist, was mit den Spenden geschieht. Die Aktion wird vom Freisinger Tagblatt nämlich ehrenamtlich abgewickelt. Jeder Euro kommt bei den bedürftigen Menschen an.

Weil sich das herumgesprochen hat, ist die Spendensumme im vergangenen Jahr auf mehr als 150 000 Euro angewachsen. Dabei ist besonders wichtig, dass über die Verwendung genau Buch geführt wird. Inzwischen ist die Spendensumme allerdings restlos aufgebraucht, und es gibt neue Härtefälle im Landkreis:

  • Menschen, die von Arbeitslosigkeit oder Krankheit betroffen sind. Das sind etwa:
  • Opfer von Verbrechen
  • Senioren in Not
  • misshandelte Frauen
  • Familien, bei denen der Hauptverdiener ausfällt.

Das Tagblatt wird in den nächsten Wochen über diese Notfälle berichten. Es handelt sich dabei um echte, authentische Fälle, die aber anonymisiert werden, um die Betroffenen un ihre Familien zu schützen. Gerade im vergangenen Jahr gab es erneut viele Fälle im Landkreis, in denen Menschen in Not geraten sind – nicht zuletzt aufgrund der extremen Wohnungsnot und der ständig steigenden Mieten. Daher bitten wir auch heuer um Ihre Spende, liebe Leser.

Spendenkonto

Da die Spendenaktion „Menschen in Not“ vom Freisinger Tagblatt ehrenamtlich abgewickelt wird, fallen keine Verwaltungsgebühren an. Gespendet werden kann ab sofort auf das Konto 190 bei der Sparkasse Freising (IBAN: DE 57700510030000000190. BIC: BYLADEM1FSI).

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