Skizze: Hirschfeld

Status Quo bei der Westtangente Freising

Die Tunnelarbeiten haben begonnen

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Hoch hinaus und ab in den Untergrund – die Bauarbeiten für die Westtangente bieten alles. Gestern haben die bergmännischen Arbeiten für den Tunnel begonnen. Gleichzeitig heißt es: „Über sieben Brücken musst du geh’n“.

Freising – Ob es nun Tunnelanstich heißt oder doch Tunnelanschlag – da streiten sich die Gemüter in der Stadt. Doch egal, ob Anstich oder Anschlag (der offiziell am 22. Mai gefeiert werden wird) – bereits gestern haben am künftigen Nordportal des rund 700 Meter langen Tunnels unter Vötting hindurch die eigentlichen Arbeiten begonnen. Projektleiter Franz Piller gab zeitgleich gestern einen Aus- und Überblick über das Herzstück der künftigen Westtangente, das wegen fehlerhafter Ausschreibung und widrigen Wetters mit einiger Zeitverzögerung startet. Bis zum Ende des Jahres, so sieht es der Bauzeitenplan nun vor, soll die obere Hälfte des Tunnels, die Kalotte, fertig gestellt sein. Danach beginnt man ebenfalls von Norden her mit den Arbeiten für den unteren Hälfte des Tunnels, die Strosse. Piller hofft, dass bis zum Hochsommer 2018 ein durchgehender, bergmännisch errichteter Tunnel fertig gestellt ist. Dann, so Pillers Versprechen, seien auch der größte Lärm und die Verkehrsbelastungen sowie -einschränkungen für die Vöttinger vorbei. Gleichzeitig laufen im Westen von Freising auch die Vorbereitungen für den Bau derjenigen Tunnelabschnitte, die in Deckelbauweise errichtet werden: 90 Bohrpfähle werden für das Schachtbauwerk in eine Tiefe von 30 Meter gebohrt, die Moosach-Umlegung, die in einem ersten Anlauf nicht so funktioniert hat, wie man das vorgesehen hatte, soll nun in der 20. Kalenderwoche (ab 15. Mai) erfolgen.

Planmäßig verläuft hingegen der Brunnenbau für die spätere Grundwasserabsenkung. Noch bis Anfang Juni werde insgesamt 36 Brunnen gebohrt – teilweise bis zu 40 Meter tief und oft als Schrägbrunnen von der Straße aus. Das freut die Anlieger, weil so deren Gärten und Vorgärten verschont und „wertvolle Rosen“ erhalten bleiben, so Piller. Pillers Kollegin Ariane Heilmeier, die für den Straßen- und Brückenbau zuständig ist, erläuterte, wie es oberirdisch aussieht: Sieben Brückenbauwerke seien derzeit in Arbeit. Im Juli werde das Bauwerk über die Bahngleise fertig, im August dann die Brücke über die Feldfahrt. Im September 2017 sollen die Arbeiten für die Brücke über den Dampfangergraben abgeschlossen sein. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 werden schließlich die Flutbrücke über den Mühlangergraben und die drei Wildtierdurchlässe in der Nähe des Vöttinger Weihers fertig sein.

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