Sie rockten den Lindenkeller: Martin Schmid, Stefan Pellmaier, Peter Reisser, Richard Putzinger und Stefan Leonhardsberger (v. l.).

Stefan Pellmaier ergänzt „Austria 4+“

Austropop mit Freisinger Einschlag

„Eig’schenkt und aufg’wärmt“ wurde im „Unterhaus“ den Freunden des österreichischen Austropops von der Band Austria4+ Altbekanntes aus den Federn der Erfinder des Austropops: von Ambros über STS bis Ludwig Hirsch und Georg Danzer. Mit dabei ist der Freisinger Multimusiker Stefan Pellmaier als Ziachspieler und Percussionist.

Die Zuhörer im Unterhaus waren begeistert von „Austria 4+“

Freising – In der Region Ingolstadt sind die österreichischen Schauspieler Peter Reisser (Wien), Richard Putzinger (Kärnten) und Stefan Leonhardsberger (Oberösterreich) hochdekorierte Mimen am Theater. Erst hier lernten sie sich und ihre wahre Passion kennen – den Austropop.

Als „Austria 4+“ wecken die Lieder von Fendrich, Danzer, STS, Ambros, Ostbahnkurti & Co. Erinnerungen an Jugendzeiten, die erste Liebe, scheinbare Verluste, Freiheitskämpfe, oder dem Lieblingsthema der Wiener, dem Tod. Es lässt die Exilanten in der Fremde zusammenfinden. Einen Seelenverwandten hatten sie dabei in dem Augsburger Musiker Martin Schmid gefunden, der die Sänger mit sagenhaften Arrangements musikalisch zusammenführt. Ja, und dann stieg Funk aus und der Band fehlte fortan der Percussionist. Da fiel ihnen Stefan Pellmaier ein, den sie auf der Bühne in Ingolstadt kennengelernt hatten. Der Freisinger hatte vor rund zwei Jahren in Ingolstadt die Musik für eine Produktion am dortigen Theater geliefert. Pellmaier ließ sich nicht lange bitten und füllte die Lücke bei „Austria 4+“. Er ist damit zum ersten Mal bei der Tour der Österreicher mit dabei. Dass ihm das Mitwirken bei dieser Formation einen Riesenspaß bereitet, konnte man beim Konzert im Lindenkeller hautnah erleben.

Mit Luz amoi beiße sich Pellmaiers Engagement bei Austria 4+ nicht. „Die Kollegen sind ja hauptsächlich Schauspieler und haben auch nur beschränkt Zeit für Konzerte“, erzählt der Musiker. Wie lange das Mitwirken des Freisingers bei den Österreichern dauern werde, stehe in den Sternen: „Ich weiß es nicht“.

Das Konzert im Unterhaus jedenfalls begeisterte die Fans, deren Sehnsucht nach Schmäh, nach schwarzem Humor und Veltliner-Seligkeit rundum erfüllt wurde. Und so begeisterte sich das Publikum an „Macho, Macho“ und „Strado del Sole“ genauso wie am „Frauenmörder Wurm“, am „Hofer“ oder an Hubert von Goiserns „Heast as ned?“.

Und zu Wort kam der Freisinger am Ende auch noch. Beim „Märchenprinz“ von der EAV plauderte der Luz-amoi-Chef aus dem Nähkästchen. Bei diesem Hit aus dem Jahr 1985 sei dem damals Sechsjährigen klar geworden, dass er mal Schlagzeuger werden würde.                                              Heinz Mettig

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