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Szenen aus stern TV: Doris Englbrecht (links) lebt in Angst vor ihrem Stalker. Hier sehen wir ihn beim Einbruch in das Elternhaus. 

RTL zeigte den Fall in Stern TV 

Stalker aus Freising terrorisiert Frau - RTL zeigt den Fall in stern TV

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Sie leben in Angst und fühlen sich von der Justiz im Stich gelassen: Eine Familie aus dem Raum Regensburg erzählt bei stern TV über einen Stalker. 

Regensburg/Freising - Über acht Jahre wurde Doris Englbrecht (27) von Stalker Martin S. verfolgt. Der Höhepunkt des Terrors: Der 30-Jährige, der in Freising einen Zweitwohnsitz hat, brach in das Haus ihrer Eltern ein und verletzte dabei ihren Vater mit einem Messer erheblich. Nun greift stern TV den Fall am Mittwoch auf. Der Grund: Ein umstrittenes Urteil des Landgerichts in Regensburg. 

Lediglich für 21 Monate auf Bewährung wurde Martin S. wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Und dass obwohl der Student sein Opfer über Jahre an der Uni und der Arbeit verfolgte, ihr unerwünschte E-Mails schrieb und auch gegen sie zuvor schon tätlich wurde. Bei stern TV berichtet die junge Frau: „Er hat mich an den Schultern gepackt, gegen die Wand geschubst und versucht mich zu küssen.“ 

Blutbad im Elternhaus 

An Silvester 2016 wird der Wahn des 30-Jährigen dann lebensgefährlich. Es passierte mitten in der Nacht im Elternhaus in Alteglofsheim im Landkreis Regensburg. Wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet, brach er betrunken und vermummt gewaltsam über ein Dachfenster in das Gebäude ein. Der Vater hörte den Lärm des Einbruchs, es kam zum Kampf, der in einem Blutbad endete. 

Wie ein Roboter sei der Täter auf den Vater zugegangen, aus Angst und zur Selbstverteidigung stach der 54-Jährige nach Überzeugung des Gerichts zuerst zu. Danach griff auch der Student zum Messer. Laut der Mittelbayerischen Zeitung erlitt der Vater dadurch neben weiteren Stichverletzungen auch eine Wunde nahe der Halsschlagader. Der Stalker wiederum brach im Keller des Hauses mit lebensbedrohlichen Stichverletzungen an Brust, Arm und Schulter zusammen. „Die Nacht war grauenhaft, die werde ich mit Sicherheit nie vergessen“, so das Stalking-Opfer. 

Stalking-Opfer: Jetzt muss man wieder Angst haben

Obwohl Martin S. bereits zuvor schon gegen die Auflagen einer Bewährungsstrafe verstoßen hat und es mehrere nutzlose Kontaktverbote nach dem Gewaltschutzgesetz gab, kam er wieder mit einem milden Urteil davon. Eine ambulante Psychotherapie soll seine Stalking-Störung beheben. Das reicht Doris Englbrecht nicht. Sie ist erschüttert über das Urteil: „Er ist jetzt auf freiem Fuß. Wenn man wieder aus dem Haus geht, muss man jetzt wieder Angst haben.“ 

Am Mittwochabend werden die 27-Jährige und ihr Vater bei stern TV (22.45 Uhr, RTL) über ihre Erlebnisse, ihre Angst und das noch nicht rechtskräftige Urteil sprechen. 

Auf der Facebook-Seite der Sendung gibt es bereits eine Vorschau zur Sendung: 

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