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Er nimmt Kurs aufs Landratsamt: Der neue Landrat Helmut Petz mit Gattin Irene, Sohn Nicolas und Vierbeiner Bruno beim Abendspaziergang. Kurz danach trafen die – für Petz sehr erfreulichen – Wahlergebnisse ein.

Er lässt Manuel Mück (CSU) deutlich hinter sich

Fast 60 Prozent: Helmut Petz wird neuer Freisinger Landrat 

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Das Ergebnis ist mehr als deutlich: Helmut Petz (FW) ist neuer Freisinger Landrat. In der Stichwahl setzte er sich mit fast 60 Prozent gegen CSU-Mann Manuel Mück durch.

Landkreis – Er hat’s gerichtet: Helmut Petz ist der neue Landrat. Am Sonntag setzte sich der Richter in der Stichwahl gegen Manuel Mück (CSU) durch, eroberte den Chefsessel im Landratsamt für die Freien Wähler zurück. Mit 59,7 zu 40,3 Prozent fiel das Resultat erstaunlich klar aus.

Petz freut sich „narrisch“

Die Ausgangslage war klar: Manuel Mück von der CSU war mit 26,1 Prozent in das entscheidende Duell gegen Helmut Petz von den FW gegangen, der es zwei Wochen zuvor auf 22,9 Prozent gebracht hatte. Zu vergeben war also mit 51 Prozent mehr als die Hälfte der Wählerstimmen. In einem ganz unter dem Eindruck der Corona-Krise stehenden Wahlkampf der vergangenen zwei Wochen, hat Petz offenbar mehr Wähler mobilisieren und auf seine Seite ziehen können. In einer ersten Reaktion sagte der neue Landrat, er freue sich „narrisch“. So klar hätte er seinen Sieg nicht erwartet. Angesichts des „Södereffekts“ in der Corona-Krise habe er sogar eine Niederlage für möglich gehalten.

Der blaue Balken von Kontrahent Helmut Petz war in den meisten Kommunen höher. Manuel Mück (CSU), hier mit Bruder Armin (r.), blieb zweiter Sieger.

Verlierer Manuel Mück nahm es sportlich und erklärte seine Niederlage so: Dass man auch im Landkreisnorden gegen die FW verloren habe, müsse man sich genau anschauen – ebenso wie die Resultate in Freising und Moosburg. Enttäuscht sei er schon, weil er ja „viel gekämpft“ habe, aber dass er nicht als Bürgermeisterkandidat in Allershausen angetreten sei, bereue er „in keiner Weise“. Und 40,3 Prozent – das sei ein Resultat, auf das man in Zukunft durchaus aufbauen könne, so Mück.

In Freising waren viele Stimmen „frei“

Mit entscheidend dürfte das Wahlverhalten der Bürger aus der Stadt Freising gewesen sein: Denn dort, in der Großen Kreisstadt, waren nach 26,9 Prozent für Robert Wäger (Grüne) und 31,6 Prozent für Birgit Mooser-Niefanger (Freisinger Mitte) am 15. März besonders viele Stimmen „frei“. Wie das Resultat zeigt, hat sich davon die große Mehrheit für Petz entschieden. Der konnte in der Kreisstadt Freising mit 75,6 Prozent und einem Zuwachs um 57,9 Prozent der Stimmen gegenüber dem 15. März einen famosen Sieg einfahren – die Grundlage für die Wahl zum Landrat.

In 19 von 24 Kommunen die Nase vorn

Die erste Gemeinde, die um 18.48 Uhr komplett ausgezählt hatte, war Au/Hallertau: 60,7 Prozent für Petz (der gegenüber dem 15. März um 20 Prozent zulegen konnte), 39,3 Prozent für Mück, der gegenüber dem 15. März seinen Stimmenanteil nur um neun Prozent vermehren konnte. Selbst 28,1 Prozent beispielsweise in Hohenkammer bedeuteten, dass Petz sein Ergebnis von zwei Wochen zuvor um 19 Prozent steigern konnte. In Eching bekam er um fast 40 Prozent mehr, und sogar die CSU-Hochburg Gammelsdorf konnte der Mann der FW mit 54,9 Prozent für sich entscheiden. Insgesamt hatte er in 19 der 24 Landkreisgemeinden die Nase vorn – und das meistens deutlich. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,9 Prozent, vor zwei Wochen hatten noch 58,2 Prozent der Landkreisbürger ihr Votum abgegeben.

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