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Eine unglaubliche Vielfalt an Tönen erlebten die Zuhörer beim Konzert in der Benediktuskirche im Mariendom.

Stimmmungsvolles Konzert des „Ensembles Mons doctus“

Barocke Klang-Meisterwerke neu belebt

Auf eine Zeitreise der ganz besonderen Art durften sich die Liebhaber von Barockmusik beim jüngsten Konzert des „Ensemble mons doctus“ in der Benediktuskirche im Dom begeben. Am Vorabend zum Patroziniumsfest im Mariendom luden Kirchenmusikdirektor Matthias Egger und die Ensemblemitglieder zu selten gespielter Hofmusik ein.

Stimmungsvoll intonierten Matthias Egger und Anna Zimmer die Sakralmusik.

Freising – Die „Sonata da chiesa e da camera“ wurden mit stehenden Ovationen bedacht. Auf die feine Interpretation von Barockmusik spezialisiert, das haben sich Annegret Narizano (Traversflöte), Marrie Mooij (Violine), Anna Zimmer (Violoncello) sowie Kirchenmusikdirektor Matthias Egger an der Orgel. Sakralmusik des weltberühmte Innsbrucker Hofkapellmeister Johann Stadlmayr stand am Beginn des eindrucksvollen Konzertes auf dem Programm. Dessen Werke habe er während seiner Zeit als hauptamtlicher Kirchenmusiker an der Jesuitenkirche zu Innsbruck oft gespielt, verriet Egger dem Publikum. Und dass der Komponist 1575 im Raum Freising geboren wurde, das habe ihn nur darin bestärkt, seine Musik an diesem Abend aufzuführen. Einer, dessen Werke bei einem Barockkonzert im Mariendom eigentlich nicht fehlen dürfen, ist der Freisinger Hofkapellmeister, Rupert Ignaz Mayr, der im Dienste von Fürstbischof Johann Franz von Eckhers stand. 

Von ihm interpretierte das Ensemble die Trio-Sonata in d-Moll. Weitere (Wieder-)Entdeckungen Eggers waren Mayr’s Münchner Hofkapellen-Kollegen Johann Christoph Pez, Johann Caspar Kerli, Everisto Felice und Joseph Dall’ Abaco. So stimmungsvoll wie die Besucher empfangen wurden, so stimmungsvoll gestaltete sich schließlich auch das Konzert. Der Kreuzgang im südlichen Teil des Mariendom, durch den man schreiten musste, um zur Benediktuskirche zu gelangen war in weiches Kerzenlicht gehüllt. Die Veranstalter hatten entlang der Epitaphien der Freisinger Fürstbischöfe Lichter gestellt. Egger erklärte den Zuhörern, dass man die Suche nach bekannten und berühmten barocken Werken „von Freising aus“ begonnen habe um sich dann den großen Meistern des Hochbarock, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann zu nähern. Ganz tiefes individuelles Erleben war garantiert. Die Zuhörer erlebten eine unglaubliche Vielfalt der Töne. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass die Konzertreihe „Dommusik Freising“ beim Publikum angekommen ist.                                                                                                                                    Maria Martin

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