Ein Auto steht neben einem Baustellenschild.
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 Freisings Straßen sind in einem guten Zustand. Die Gelder zum Straßenunterhalt und -ausbau werden gut eingesetzt, resümieren Experten.

Stadt bekommt gute Noten bei Bewertung

Straßenunterhalt weiter gut unterpolstern

2012 wurde eine Erfassung und Bewertung des städtischen Straßennetzes durchgeführt. Jetzt wurden die rund 280 Kilometer neuerlich unter die Lupe genommen.

Freising - Das Ergebnis, wie es Andreas Großmann von Lehmann + Partner im Planungsausschuss vorstellte: Freisings Straßen sind in einem guten Zustand, Freising stehe – auch im Vergleich zu anderen Kommunen in Bayern – sehr gut da. Man habe die Gelder zum Straßenunterhalt und -ausbau gut eingesetzt und viel geleistet. Die Empfehlung: Weiter so! Mit neuester Technik wurden die Straßen im August 2020 abgefahren, daraufhin – unter Berücksichtigung von Hauptverkehrs- und Nebenstraßen – in verschiedene Zustandsklassen eingeteilt.

Die Empfehlungen

Mit der Warnfarbe Rot – dringender Handlungsbedarf – gekennzeichnet sind dabei nur drei Prozent der Straßen, die meisten Straßen und Wege sind der Farbe Grün zuzuordnen, befinden sich also in einem guten bis sehr guten Zustand. Bei knapp einem Drittel der Straßen hat die Untersuchung die Farbe Gelb ergeben, was auf die Notwendigkeit von Maßnahmen innerhalb der kommenden sechs bis acht Jahre schließen lässt.

Empfehlungen

Auf der Grundlage dieser Ergebnisse hat das Büro Lehmann + Partner auch Handlungsempfehlungen formuliert, die der Tiefbauverwaltung als Richtschnur dienen sollen, wobei, so betonte Großmann, jede Maßnahme im Einzelfall noch geprüft werden muss. Würde man, so eines der entwickelten Szenarien für die kommenden zehn Jahre, bis 2031 keine Maßnahmen zum Straßenunterhalt ergreifen, wären im Jahr 2031 rund sieben Prozent der Straßen in die Kategorie Rot einzuordnen. Das freilich ist für Stadtverwaltung und Räte keine Option. Die Empfehlung von Großmann lautete, das bisherige Jahresbudget von 4,7 Millionen Euro für den Straßenunterhalt beizubehalten. Dann nämlich würde es bereits im Jahr 2023 keine roten Abschnitte im städtischen Verkehrsnetz mehr geben.

Die Diskussion

Und dann gab es noch das Szenario, das von einem Jahresbudget von acht Millionen Euro pro Jahr ausgeht, laut Großmann aber lediglich ein „nice to have“ darstelle. Emilia Kirner (ÖDP) betonte, es sei selbstverständlich wichtig, die Straßen in einem ordentlichen und guten Zustand zu erhalten. Aber man dürfe nicht vergessen, dass man das Geld „auch für etwas anders brauchen kann“, beispielsweise für eine Verbesserung der Radwege und zur Stärkung des ÖPNV. Manfred Drobny (Grüne) konnte diese Aussage nur bekräftigen. Zudem verwies er auf die Aussage Großmanns, dass sehr viele Straßenschäden durch „Flickwerk“ entstanden seien, wenn also Leitungen nachträglich verlegt wurden. Drobnys Empfehlung: Künftig bei Straßenbaumaßnahmen noch mehr Leerrohre verlegen. Hans Hölzl (FSM) bilanzierte: „Der Vortrag gibt uns Recht, dass wir in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet haben.“ Der Bericht wurde im Planungsausschuss einstimmig zur Kenntnis genommen.

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