Starteten eine Banneraktion an der St 2339: Andrea Hofmann mit Tamino, Luise Eidel, Nepomuk und Martin Hofmann, Rubina Hofmann, Claudia und Bernhard Seidl, Fridolin Hofmann (alle v. l.).
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Starteten eine Banneraktion an der St 2339: Andrea Hofmann mit Tamino, Luise Eidel, Nepomuk und Martin Hofmann, Rubina Hofmann, Claudia und Bernhard Seidl, Fridolin Hofmann (alle v. l.).

Eindringlicher Appell

Kampf um Radweg in Sünzhausen: Familien fahren neue Strategie

Seit Jahren kämpfen die Sünzhausener um einen Radweg an der vielbefahrenen Ortsstraße. Bisher ohne Erfolg. Jetzt greifen drei Familien zu einer neuen Maßnahme.

Sünzhausen – Drei Familien aus Sünzhausen haben jetzt einendringenden Appell an der St 2339 Giggenhausen/Freising (Einmündung nach Sünzhausen) öffentlich gemacht: Sie haben ein Banner aufgestellt. Auf grünem Band vor blauem Hintergrund prangt darauf „Radweg hier – Ja!“ Zum Hintergrund: Seit vielen Jahren wird dieser Fahrradweg von den Bürgern der westlichen Ortsteile von Freising gefordert.

„Jetzt steht auch der Stadtrat hinter dem Wunsch“, schreibt Luise Eidel von der Initiative. Sie ergänzt: „Politisch sind die Weichen gestellt und die Planung liegt fertig im Bauamt. Aber die Flächen für den Radweg müssen von vielen Grundstücksbesitzern gekauft werden, viele Verhandlungen über Kauf oder Tausch sind nötig.“

Noch längst nicht alle Grundstückseigentümer sind an Bord

Dass wirklich alle Eigentümer das Vorhaben unterstützen, das wollen Luise Eidel, Andrea und Martin Hofmann sowie Claudia und Bernhard Seidl mit ihrer Bitte auf dem Plakat deutlich machen. Sie wünschen sich, dass alle JA zum Radweg sagen, dass alle ihren Teil beitragen. „Natürlich sind wir froh, dass schon einige Grundstücksbesitzer mitmachen, wie etwa Erika Krimmer, auf deren Feld wir hier das Plakat aufstellen durften“, schreibt Luise Eidel, „aber nach Auskunft des Liegenschaftsamts sind längst noch nicht alle im Boot.“

Claudia und Bernhard Seidl betonen, es sei „völlig klar, dass wir einen Streifen Feld abgeben, da wir doch selbst für uns und unsere Kinder den Radweg endlich verwirklicht sehen wollen.“ Es seien „viele kleinteilige Flächen betroffen, und wenn nur wenige Eigentümer nicht mitmachen, wird der Bau wieder auf Jahre hinausgezögert“.

Immer noch kein Radweg - Kinder sind enttäuscht

Schon lange würden Eltern ihre Kinder gerne mit dem Rad zur Schule oder Freizeit nach Freising fahren lassen, möchten ältere und jüngere Radfahrer die Strecke ohne Angst fahren können, zumal Fahrrad und E-Bike als Alternative zum Auto immer mehr genutzt werden. Nepomuk (12) und Fridolin Hofmann (10) sind enttäuscht. „Wir haben gedacht, dass wir im nächsten Schuljahr endlich nach Freising oder zum Fußballtraining nach Massenhausen radeln können, aber die Straße ist zu gefährlich.“

Tatsächlich ist die Staatsstraße 2339 eng, als Einfallsstraße von Westen her in die Stadt stark befahren und zudem in einem schlechtem Zustand mit vielen Verwerfungen. Der Ausbau soll 2022 erfolgen und idealerweise könnte man den Bau des Radwegs in einem Lauf machen, aber laut Initiative werde das wohl nichts, „wenn bis dahin der Flächenankauf nicht fertig ist“. Stellvertretend für viele Sünzhausener richten sich Andrea Hofmann und Luise Eidel an alle betroffenen Grundstückseigentümer: „Zum ersten Mal seit 25 Jahren ist der Radweg hier in greifbarer Nähe, wenn ihr alle Ja sagt und mitmacht.“ (ft)

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