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Aus dieser tiefen Baugrube wird bis zum Sommer 2017 das neue Hermann-Altmann-Haus in die Höhe wachsen. Jetzt war Spatenstich.

Spatenstich für Hermann-Altmann-Haus

"Ein zukunftsweisendes Projekt"

Freising-Sünzhausen- Da, wo seit den 60er Jahren das alte Schulhaus von Sünzhausen stand und wo seit 1981 die Lebenshilfe ihr ältestes Wohnhaus für Behinderte unterhielt, dort ist derzeit eine tiefe Baugrube zu sehen. Doch nicht mehr lange: Im Sommer 2017 soll hier das neue Hermann-Altmann-Haus stehen. Jetzt war offizieller Spatenstich.

Monika Haslberger, die Vorsitzende der Lebenshilfe, war eine von denen, die einen weißen Bauhelm aufgesetzt und zum Spaten gegriffen hatten. Man sei, so sagte sie am Dienstag, „einen großen Schritt weitergekommen“, nachdem sich das Projekt in den vergangenen Jahren schwierig gestaltet habe. Vor vier Jahren habe der Lebenshilfe-Vorstand den Beschluss gefasst, einen Neubau des Hermann-Altmann-Hauses in Sünzhausen zu prüfen. Doch immer wieder habe es Probleme und Verzögerungen gegeben, immer wieder musste man die Bewohner enttäuschen. Doch jetzt, da ist sich Haslberger sicher, gehe es schnell voran. Lebenshilfe-Geschäftsführer Michael Schwaiger sprach von einem „zukunftsweisenden Projekt“. Und von einem teuren Projekt: 4,8 Millionen Euro werden hier verbaut, rund drei Millionen Euro an Förderung wird man bekommen. Das sei „schon eine Hausnummer“, so Schwaiger. Seit vier Jahren am Ball ist auch das Architekturbüro Wacker: Erste Entwürfe habe man 2012 entwickelt, so Michael Wacker gestern, 2013 sei der Vorbescheidsantrag bei der Stadt Freising eingereicht worden, der Eingabeplan sei Mitte 2014 fertig gewesen, die Baugenehmigung Ende 2014 erteilt worden. Das neue Wohnheim werde, so Wacker zum Konzept, drei Wohngruppen für jeweils acht Bewohner beherbergen. Die acht Bewohner teilen sich dabei auf in vier Zimmer, die auch für Rollstuhlfahrer ausgelegt sind, und in vier barrierefreie Zimmer. Jede Wohngruppe wird über ein gemeinsames Wohnzimmer verfügen, das auch als Aufenthalts- und Esszimmer dient. Zudem sind laut Wacker im Gebäude Verwaltungs- und Funktionsräume sowie eine Großküche untergebracht. Im Untergeschoß wird es einen großen Gemeinschaftsraum geben. Die Wohn- und Nutzfläche beläuft sich auf stattliche 1750 Quadratmeter, der umbaute Raum auf 7400 Kubikmeter. Damit das Gebäude „nicht so wuchtig wirkt“, sei es in drei Baukörper unterteilt worden, die untereinander verbunden sind, so Wacker. Aber erst im Sommer 2017. Denn jetzt ist es noch eine tiefe Baugrube im Schatten der Kirche.

Andreas Beschorner

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